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WEREWOLVES: From the Cave to the Grave

Mit “From the Cave to the Grave” setzt die gut geölte Blackened Death Metal-Fabrik WEREWOLVES ihren Veröffentlichungsreigen fort. Doch schon langsam schleicht sich ein Abnutzungseffekt ein.

Pandemie hin oder her – WEREWOLVES funktionieren wie ein Uhrwerk und veröffentlichen weiterhin im Ein-Jahres-Abstand ein neues Album. So steht nach “The Dead Are Screaming” (2020) und “What a Time to Be Alive” (2021) mit “From the Cave to the Grave” nun das dritte Album der Australier in den Verkaufsregalen. Und in dieser Regelmäßigkeit könnte es weitergehen, ließ doch Bassist und Sänger Sam Bean (THE ANTICHRIST IMPERIUM, THE BERZERKER) im Interview – mit einem Augenzwinkern – verlautbaren, dass ja bereits ein Großteil kommender Alben geschrieben sei. Daher nimmt es nicht wunder, dass sich am Stil der Blackened Death Metal-Band wenig verändert hat.

Werden WEREWOLVES softer?

Weiterhin prügeln die Australier fleißig die Songs ein, wobei der Hang zu gemächlicheren Passagen etwas ausgeprägter ist als bei den Alben zuvor (“Harvest of the Skulls”). Auch sind leichtere Groove-Elemente hinzukommen (“We Are Better Than You”) und gar auch melodischere Parts (“Self-Help Book-Burning”) haben Einzug gefunden. Aber grundsätzlich bleibt das Tempo und die Härte das (stärkste) Markenzeichen der Band (“All the Better To Eat You With”, “Pride and Extreme Prejudice”, “Watch Your Mouth”).

Ein weiteres Markenzeichen bleibt der trotzige Humor des Trios, der sich in den Songtiteln und in den Lyrics wiederspiegelt. Hier wird das Wesen des WEREWOLVES-Projekts ersichtlich, das als eine blutige und erfrischende Spielwiese für die bei anderen Bands lange eingespannten Musiker dienen soll.

“From the Cave to the Grave” ist nicht mehr ganz so erfrischend

Wenngleich, so erfrischend wie noch beim Debüt ist “From the Cave to the Grave” nicht mehr. Auch weil ein Song wie “Oedipus Tyrannus” etwas zerfahren wirkt und ein Track wie “Crushing Heaven’s Mandate” gar recht wenig hergibt. Auch ist der Überraschungseffekt von “damals”, so man dies nach zwei Jahren sagen kann, verpufft und das Tempo wird auch nicht mehr als so extrem wahrgenommen. Doch in Verbindung mit dem abermals gelungenen Cover-Artwork, das wieder von Mitchell Nolte stammt, haben WEREWOLVES einen durchaus gefälligen Genre-Vertreter geschaffen, von dem ich mir insgeheim aber etwas mehr erwartet hätte.

Veröffentlichungstermin: 24.06.2022

Spielzeit: 34:41 Min.

Line-Up:
Sam Bean – Gesang & Bass
Matt Wilcock – Gitarre
Dave Haley – Schlagzeug

Produziert von Joe Haley (PSYCROPTIC)

Label: Prosthetic Records

Mehr im Netz: https://werewolvesdeathmetal.bandcamp.com
Mehr im Netz: https://www.facebook.com/werewolvesinhell/

WEREWOLVES “From the Cave to the Grave” Tracklist

1. Self-Help Book-Burning
2. We Are Better Than You (Lyric-Video bei YouTube)
3. All the Better To Eat You With
4. Crushing Heaven’s Mandate (Audio bei YouTube)
5. Harvest of the Skulls (Video bei YouTube)
6. Oedipus Tyrannus
7. Nuclear Family Holocaust
8. Pride and Extreme Prejudice
9. Watch Your Mouth

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