WARMEN: Unknown Soldier

WARMEN: Unknown Soldier

Nett ist wohl der passendste Ausdruck für das Soloalbum The Unknown Soldier des CHILDREN OF BODOM-Keyboarders Janne Warman (Wirman, oder wie auch immer…). Der gute Bursche hat einige befreundete Musiker (und sogar verwandte – Janne´s Bruder Pekka ist ebenfalls auf dem Album zu hören) um sich geschart und einige Szenegrößen zu Gastauftritten bewogen (Jari Kainulainen von STRATOVARIUS, Roope Latvala von WALTARI/SINERGY und Kimberly Goss von SINERGY) um ein melodisches Metal/Rock Album einzuspielen und so seine eigene Ideen zu verwirklichen.

Ob die Welt solch ein Soloprojekt benötigt ist die eine Frage, ein gutes Album ist The Unknown Soldier hingegen auf jeden Fall geworden!

Mit viel Tonleiter-rauf-und-runter-Gespiele geht´s jedenfalls im ersten Song The Evil that Warmen do (eines von insgesamt neun Instrumentals) nach dem Intro los und sofort kommt einem der Gedanke oh nein, nicht noch so ein Album in den Kopf.

Mit einem interessanten Keyboard-Riff ausgestattet zeigt sich jedoch bereits mit Devil´s Mistress, dass es Janne Warman nicht nur darauf angekommen zu sein schien, seine Fähigkeiten darzustellen, sondern dass er durchaus Songs kreieren wollte. Gerade Devil´s Mistress darf sich mit seiner bedrohlichen Atmosphäre und der hervorragenden Gesangesleistung von Kimberly Goss zu den Highlights dieses Albums zählen.

Ähnlich atmosphärisch beginnt dann auch Hopeless Optimism, wobei dieser Song nach einigen Sekunden eher in eine ganz andere Richtung tendiert. Hopeless Optimism ist ein rockiges Instrumental geworden, bei dem weniger Tonleitern im Mittelpunkt stehen und Janne versucht eine Anfangsidee in einen richtigen Song zu packen, was im zum großen Teil auch gelingt, ein bisschen weniger Wiederholung wären aber sicher dienlich gewesen. Bereits hier geht das ganze eher in eine proggigere Richtung, als man es zunächst von diesem Album erwartet hätte.

Die restlichen Instrumentals des Albums pendeln dann immer wieder zwischen interessant und langweilig, wobei die Einflüsse wohl am ehesten bei Bands wie STRATOVARIUS, YNGWIE MALMSTEEN, DREAM THEATER oder gar DEEP PURPLE zu suchen sind. Man muss Janne aber auf jeden Fall zugestehen, dass er sich auf jeden Fall bemüht hat, mehr zu bieten als nur ein schaut mal was für ein toller Musiker ich bin-Album.

Auflockerung gibt es eigentlich nur mit dem schön und interessant gemachten Piano-Intro zu Treasure Within und dem zweiten mit Vocals versehenen Song Fire Within. Gerade bei diesem Stück wird einem aber klar, dass Janne besser daran getan hätte, noch mehr derartige Songs auf das Album zu packen. Der erneut von Kimberly Goss eingesungene Titel rockt gut und kann gerade durch die Gesangsmelodien mitreißen. Da hätte man sich wirklich eher 2-3 Instrumentals kneifen können.

Insgesamt bleibt ein positiver Gesamteindruck und ich denke, wenn Janne Warman auf seine Stärken aufbaut, könnte ein zweites Album dieses Projekts durchaus einschlagen.

Fierce

Veröffentlichungstermin: 11.09.00

Spielzeit: 45:39 Min.

Line-Up:
Sami Virtanen – Guitars

Janne Warman – Keyboards

Mirka Rantanen – Drums

Produziert von Janne Wirman
Label: Spinefarm

Hompage: http://www.warmen.net

Tracklist:
1. Introduction

2. The Evil that Warmen do

3. Devil´s Mistress

4. Hopeless Optimism

5. Unknown Soldier

6. Fire Within

7. Warcry of Salieri

8. Into the Oblivion

9. Piano Intro to

10. Treasure Within

11. Soldiers of Fortune

Fierce
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