VALKYRJA: The Invocation Of Demise

Schwedischer Schwarzmetall, der seine eigene Stimme noch nicht gefunden hat…

Mit einer amtlichen Produktion aus dem Necromorbus Studio ausgestattet, wagen sich VALKYRJA nach zwei Demos in das Abenteuer Label-Debüt. Hierbei geht die 2004 gegründete Schwarzmetall-Truppe aus Stockholm durchaus kompetent ans Werk, lässt verschiedene Temporegionen ein Wörtchen mitreden und legt über alles einen Teppich aus nordisch angehauchter Kälte. Statt purer Satanshuldigung gibt es düstere Lyrik zu Tod und Verderben, und statt der Dauerverzerrung dürfen die Gitarren auch mal sanftere, cleane Klänge anschlagen – etwa in Plague Death.

Nach musikalischen Einflüssen muss man bei The Invocation Of Demise nicht lange suchen. VALKYRJA plündern mit Freude den landeseigenen Klangschatz. So erinnert der kehlige Gesang etwas an den NECROPHOBIC-Fronter Tobias Sidegård, und offenbar haben auch die nekrophoben Harmonien und Melodien einen bleibenden Eindruck bei VALKYRJA hinterlassen, wenngleich sie gerne das Gaspedal mehr durchdrücken und etwas roher tönen als ihre Landsmänner. Andere Parallelen, die sich ausmachen lassen, weisen in Richtung DISSECTION, und NAGLFAR sind am hier agierenden Quintett ebenfalls nicht spurlos vorübergegangen.

Obwohl VALKYRJA keine Kopistentruppe sind und sich redlich um Abwechslung bemühen, scheinen ihre eigene Stimme und ihre Songs noch nicht stark genug zu sein, um sich als uneinnehmbare Bastion im Genre zu positionieren. So bleibt The Invocation Of Demise ein gut gespieltes Debüt, ist jedoch beileibe nicht unverzichtbar.

Veröffentlichungstermin: 20.07.2007

Spielzeit: 43:56 Min.

Line-Up:
A.L.: Vocals
A.Hed: Gitarren
S.W.: Gitarren
J. Lindgren: Bass
J. Wallgren: Drums

Produziert von Tore Stjerna
Label: Northern Silence Productions / Twilight

Homepage: http://www.valkyrja.swe.name

Tracklist:
1. Origin Reversed!
2. As Everything Rupture
3. Plague Death
4. The Vigil
5. Twilight Revelation
6. On Stillborn Wings
7. Sinister Obsession
8. Purification And Demise
9. Frostland