TRAVELER: Termination Shock

TRAVELER: Termination Shock

Ein Jahr, zwei Monate und zwei Tage sind seit der Veröffentlichung des selbstbetitelten Debütalbums der kanadischen Metal Warriors von TRAVELER vergangen. Eben jenes Debüt hat mich letztes Jahr bereits ziemlich begeistert. Umso erfreuter war ich, dass die Band bereits vierzehn Monate später mit dem Nachfolger um die Ecke kommt. Die Jungs sind offenbar hungrig und on fire. Auf dem Cover von “Termination Shock” findet man mit der Alien-Kreatur, die bisher jedes Cover der Band zierte. Das coole Maskottchen wurde hier besser denn je in Szene gesetzt. Cover und Logo wirken wie aus einem Guss. Aber was nützt die schönste Verpackung, wenn der Inhalt nichts taugt.

TRAVELER huldigen auch auf „Termination Shock“ dem britischen Stahl!

Damit war ehrlich gesagt natürlich zu keiner Sekunde zu rechnen. TRAVELER setzen den Kurs ihres Debütalbums fort – keine musikalische Horizonterweiterung, lediglich Feinjustierung am bereits bekannten Sound. Dieser ist eine Hommage an den klassischen britischen Heavy Metal. Vor allem JUDAS PRIEST triefen der Band aus jeder Pore. Die Initialen des Vornamens von Jean-Pierre Abboud können kein Zufall sein. Das eine oder andere Gitarrenduell und so mancher Basslauf verweisen aber auch auf die allmächtigen IRON MAIDEN.

TRAVELER wirken auf “Termination Shock” gereifter und bieten mehr Abwechslung

Auf ihrem zweiten Album klingen TRAVELER insgesamt gereifter und abwechsungsreicher als auf ihrem Debüt, auf dem die Band noch etwas stürmischer zu Werke ging. Aber keine Sorge, TRAVELER haben keinesfalls ihren Biss verloren und machen jetzt einen auf Weichspüler. Schon der Opener “Shaded Mirror” bietet melodischen Speed Metal in Perfektion. Aber das Salz in der Suppe sind Songs wie der melodische Rocker “Foreverman”, dessen Refrain sich sofort in mein Hirn gebrannt hat, der sechsminütige, epische Stampfer “Diary Of A Maiden”, welcher seinen Namen nicht ganz zu Unrecht trägt, oder das wunderschöne “After The Future”, welches als sanftmütige Ballade mit einem absolut großartigen JP startet und sich nach zwei Minuten in ein melodisches Mid Tempo-Stück wandelt, bei dem Matt Ries und Toyrin Schadlich ein Leadgitarren-Feuerwerk abfackeln.

Operation zweites Album geglückt – TRAVELER übertreffen mit „Termination Shock“ ihr Debüt

TRAVELER haben es mit “Termination Shock” nicht nur geschafft, ihrem Debüt ein gleichstarkes Werk nachfolgen zu lassen. Nein sie haben den Vorgänger noch übertroffen. Das Songwriting wirkt ausgereifter, ohne dass die Band an Leidenschaft und Energie eingebüßt hat. Das Gitarrenduo Matt Ries und Toyrin Schadlich feuert aus allen Rohren und JP ist eine der besten Metal-Röhren der aktuellen Szene. Genau so wünscht man sich ein Zweitwerk einer aufstrebenden Band. Für alle Fans klassischen Heavy Metals ist “Termination Shock” ein Pflichtkauf!

Veröffentlichungsdatum: 24.04.2020

Spielzeit: 40:14 Min.

Line Up:
JP Abboud – Vocals
Matt Ries – Guitar
Toryin Schadlich – Guitar
Dave Arnold – Bass
Chad Valier – Drums

Produziert von: Jan Loncick

Label: Gates Of Hell Records

Facebook: https://www.facebook.com/travelerheavymetal
Bandcamp: https://travelermetal.bandcamp.com

TRAVELER „Termination Shock“ Tracklist

1. Shaded Mirror
2. Termination Shock (Audio bei YouTube)
3. Foreverman
4. Diary Of A Maiden
5. STK
6. After The Future
7. Deepspace
8. Terra Exodus

agony&ecstasy
Seit 2005 bei vampster und hauptsächlich für CD Reviews zuständig. Genres: Power, Speed und Thrash Metal, Epic Metal, Death Metal, Heavy Rock, Doom Metal, Black Metal.