SO HIDEOUS: None But A Pure Heart Can Sing

SO HIDEOUS überraschen auf “None But A Pure Heart Can Sing” mit einer spannenden Mischung aus Post Black Metal, Hardcore und symphonischen Elementen, dem das coole Drumming von Mike Kadnar zugrunde liegt.

“So abscheulich”, wie sich SO HIDEOUS nennen, ist die Musik der US-Amerikaner aus New York ganz und gar nicht. Viel eher sollten sie “so adventurous” heißen, als dass ihr neuestes Werk “None but a Pure Heart Can Sing” Genre-Grenzen sprengt und auf ganzer Linie gleichsam überrascht wie überzeugt. Das sah auch der neue (prominente) Drummer Mike Kadnar (DOWNFALL OF GAIA, BLACK TABLE) so, der die Band mitsamt Album gleich auch bei seinem Label Silent Pendulum Records unterbrachte.

SO HIDEOUS begeistern mit innovativer Genre-Mischung

SO HIDEOUS sind keine gänzlich Unbekannten in der Szene, schließlich erschien ihr letztes Album, “Laurestine”, bei Prosthetic Records. Doch mit ihrem neuen Album sollte sich ihr Bekanntheitsgrad steigern, als dass die Band hier besonders innovativ auftritt. Denn die Mischung aus Post Black Metal, Hardcore und symphonischen Elementen ist zum einen nicht alltäglich und zum anderen ist die Umsetzung sehr gut gelungen. Wobei sich vor allem drei Songs hier besonders stark in den Vordergrund spielen: Da wäre der Opener “Souvenir (Echo)”, der sich vom Tempo her immer weiter steigert und mit den Streichern einen ersten Vorgeschmack davon gibt, was man von der Band fortan zu erwarten hat. Hinzu kommt ein einfaches, aber dennoch dramatisches Bass-Interlude von DJ Scully (BLACK TABLE, DEAD EMPIRES).

Mike Kadnar setzt der Musik die Krone auf

Mit “The Emerald Pearl” folgt dann gleich das nächste Highlight. In die knapp sechs Minuten packen SO HIDEOUS derart viel Abwechslung, dass man – beim wiederholten Hören immer wieder anerkennend nicken und beim anspruchsvollen Drumming von Mike Kadnar, der mich auch schon bei DOWNFALL OF GAIAs “Ethic Of Radical Finitude” begeisterte, einfach nur staunen muss. Dazu die Blechbläser*innen (OTTONE PESANTE lassen grüßen), das angeschwärzte Hardcore-Geschrei von Christopher Cruz und, und, und – Bravo. Nicht minder stark ist mit “Motorik Visage”, der längste Song des Albums. Die Band breitet auch hier ihre Vorzüge aus und schaltet mehrere Symphonic Elemente mit dem Hang zu einer gewissen Art der metallischen Kammermusik dazwischen und lässt den Hörer weiterhin anerkennend nicken.

“None But A Pure Heart Can Sing” gehört zu den interessantesten Alben des Jahres

“None But A Pure Heart Can Sing” ist dabei nicht einmal ein Album, das zwanghaft versucht, sich abgehoben oder verkopft zu präsentieren. Denn trotz der vielen Elemente ist das Album sehr homogen (und im Übrigen auch stark produziert). Somit bleibt eigentlich nur zu sagen, dass SO HIDEOUS hier ein kleines, leider etwas kurzes Juwel auf CD und Vinyl gepresst haben, das – ebenso unerwartet wie begeistert – in die Riege der interessantesten Alben des Jahres aufgenommen werden wird.

Veröffentlichungstermin: 03.12.2021

Spielzeit: 32:01 Min.

Line-Up:
Christopher Cruz – Gesang
Brandon Cruz – Gitarren & Keyboards
Etienne Vazquez – Gitarreso hideous
DJ Scully – Bass
Michael Kadnar – Schlagzeug

Gast-Musiker:
Earl Maneein – Violine
Adda Kridler – Violine
Blanca Cecelia Gonzalez – Violine
Fung Chern Hwei – Viola
Jennifer DeVore – Cello
Lynn Ligammari – Saxophon
Nadav Nirenberg – Posaune
Jackie Coleman – Trompete

Produziert von Kevin Antreassian (Ex-THE DILLINGER ESCAPE PLAN)

Label: Silent Pendulum Records

Mehr im Netz: https://www.facebook.com/sohideous
Mehr im Netz: https://sohideous.bandcamp.com

SO HIDEOUS “None But A Pure Heart Can Sing” Tracklist

1) Souvenir (Echo) (Audio bei YouTube)
2) The Emerald Pearl (Video bei YouTube)
3) Intermezzo
4) Motorik Visage
5) From Now (Til the Time We’re Still)