SLOUGH FEG: The Animal Spirits

SLOUGH FEG: The Animal Spirits

Nur knapp anderthalb Jahre nach dem Release des grandiosen letzten Albums Ape Uprising! melden sich SLOUGH FEG bereits mit neuem Material zurück. Musikalisch gibt es auf The Animal Spirits keine großen Überraschungen. Auf eine Doom-Nummer wie den Opener des letzten Albums verzichten SLOUGH FEG dieses mal, orientieren sich dafür wie so oft reichlich an IRON MAIDEN und THIN LIZZY, letztere vor allem was die vielen verspielten, leicht folkloristischen Parts angeht. Typisch SLOUGH FEG eben, wie auch die charismatische Stimme von Mike Scalzi und die langen, ausgedehnten Instrumentalpassagen.

Schon mit dem Opener Trick The Vicar geben SLOUGH FEG Vollgas, knapp zwei Minuten die deutlich an frühe MAIDEN erinnern, mit einer Aggressivität die die eisernen Jungfrauen, trotz der unbestrittenen Klasse der letzten beiden Alben inzwischen leider völlig missen lassen. Fantastisch! Selbiges gilt für den Rausschmeißer Tactical Air-War, der in die selbe Kerbe schlägt und von BROCAS HELM-Sänger Bob Wright gesungen wird. Alleine diese beiden Songs sollten bei jedem echten Metaller für eine amtliche… ähm… ihr wisst ja worauf ich hinaus will. 

Aber auch ansonsten zeigen sich SLOUGH FEG wieder von ihrer besten Seite, und liefern eine Sammlung wunderbarer Metal-Songs ab, mal verspielt und verträumt wie The 95 Thesis oder Lycantrophic Fantasies, mit grandiosen Harmonien bei Free Market Barbarian oder die Halbballade Second Coming, auf der einen Seite mit akustischen Gitarren, auf der anderen mit wunderschönen Gitarrenleads. Was auch immer SLOUGH FEG tun, sie machen es richtig, ob kurzer knackiger Banger oder ausladend und verspielt. Jedes Riff, jedes Solo, jedes zweistimmige Lead, jeder Basslauf und jeder Drumpart sitzt perfekt, wirkt durchdacht und fügt sich ein in großartige Kompositionen die SLOUGH FEG meilenweit über irgendwelche selbsternannten True-Metal Bierzelt-Bands erheben. Vielleicht gehen andere Bands schneller ins Ohr als SLOUGH FEG es hier tun, doch mit jedem Mal, dass ich The Animal Spirits höre wächst dieses Album weiter. 

Wie schon auf Ape Uprising! scheint Mike Scalzi in der Kürze liegt die Würze zum neuen Bandmotto erhoben zu haben, denn auch The Animal Spirits geht knapp vor der Vierzig Minuten-Linie die Luft aus. Aber Qualität geht ja bekanntlich über Quantität und zur Qualität von The Animal Spirits habe ich mich ja soeben geäußert. In Sachen traditioneller Metal eines der ganz großen Highlights des Jahres. Leute, wenn ihr das nicht geil findet, dann weiß ich auch nicht was mit euch los ist.

Veröffentlichungstermin: 22.10.2010

Spielzeit: 38:46 Min.

Line-Up:
Mike Scalzi – vocals, guitar
Angelo Tringali – guitar
Adrian Maestas – bass
Harry Cantwell – drums

Label: Cruz Del Sur

Homepage: http://www.sloughfeg.com

MySpace: http://www.myspace.com/sloughfeg

Tracklist:
01. Trick the Vicar
02. The 95 Thesis
03. Materia Prima
04. Free Market Barbarian
05. Lycanthropic Fantasies
06. Ask the Casket
07. Heavyworlder
08. The Tell-Tale Heart
09. Kon-Tiki 
10. Second Coming
11. Tactical Air War

agony&ecstasy
Seit 2005 bei vampster und hauptsächlich für CD Reviews zuständig. Genres: Power, Speed und Thrash Metal, Epic Metal, Death Metal, Heavy Rock, Doom Metal, Black Metal.