RUNEMAGICK: Into Desolate Realms

Mit ihrem elften Album “Into Desolate Realms” stellen RUNEMAGICK ihr routiniertes Händchen für guten Death-Doom Metal unter Beweis.

Mit “Into Desolate Realms” tauchen RUNEMAGICK einmal mehr in die trostlosen und freudlosen Reiche des Death Doom Metals ab. Dabei tritt das elfte Album der Schweden den Beweis an, dass man mit den Routiniers nach wie vor zu rechnen hat.

Klar, es gibt abwechslungsreichere und poliertere Alben in diesem Genre zu hören. Aber das, was RUNEMAGICK auch nach 30 Jahren Band-Historie noch von sich hören lassen, hat Hand und Fuß – und vor allem den speziellen Groove.

RUNEMAGICK verzichten auf Tempo-Experimente

“Into Desolate Realms” arbeitet im ersten Drittel mit ineinander fließenden Songs, die zumeist ein sehr ähnliches Thema in Sachen Gitarren-Melodie verfolgen. Das gibt gerade den ersten drei Tracks eine düster böse Atmosphäre und baut sich als einziger Monolith vor dem Hörer auf. Auf Tempo-Experimente lassen sich RUNEMAGICK hier nicht ein. Das Tempo ist durchgehend gemäßigt, wobei die Abwechslung eher durch klagende Lead-Gitarren (“The Opening Of Dead Gates”) in die Tracks getragen wird.

“Into Desolate Realms” wird trotz schleppendem Tempo nicht langweilig

Doch trotz der mangelnden Variabilität wird das Album nicht langweilig. Denn “Into Desolate Realms” lebt vom besonderen Groove, den RUNEMAGICK zur Geltung bringen können. Hinzu kommt der typisch schwedische Sound der Gitarren und die guten und tiefen Growls von Band-Gründer Nicklas Rudolfsson (HEAVYDEATH, NECROCURSE, Ex-DEATHWITCH), die nicht selten an WINTERs John Alman erinnern (“Sorceress Reburned”). Doch im Gegensatz zu den legendären US-Amerikanern bricht die Band aus Göteborg nur ganz selten aus der schleppenden Düsternis heraus. Einzig “In The Sign Of The Dragon Star” und “Necromancer Of The Red Sun” wagen sie zwischenzeitlich einen Ausflug ins Midtempo. Eine weitere Ausnahme bildet das 12-Minuten-Epos “Wolves Of Nocturnal Light” von der Bonus-EP “The Opening of Dead Gates”, die an die CD-Version des Albums angeheftet ist. Hier wird nach rund sechs Minuten auch einmal richtig Gas gegeben.

RUNEMAGICK bedient mit “Into Desolate Realms” mustergültig das Death-Doom-Genre

Mit ihrem elften Album lassen RUNEMAGICK ein weiteres Mal ihre Muskeln spielen. Das neue Album bedient das Death-Doom-Genre mustergültig und geht dabei keine Kompromisse ein. Vielleicht wäre nur der eine oder andere Tempo-Ausbruch schon ausreichend gewesen, um “Into Desolate Realms” mit lobenden Worten in den Olymp zu heben. So hat man es “lediglich” mit einem sehr guten Genre-Vetreter zu tun.

Veröffentlichungstermin: 25.10.2019

Spielzeit: 70:11 Min.

Line-Up:
Nicklas Rudolfsson – Gitarre & Gesang
Jonas Blom – Gitarre
Emma Rudolfsson – Bass
Daniel Moilanen – Schlagzeug

Label: High Roller Records

Webseite: https://runemagick.se

Mehr im Netz: https://runemagick.bandcamp.com
Mehr im Netz: https://www.facebook.com/runemagick

RUNEMAGICK „Into Desolate Realms“ Tracklist

1. Remnants Of The Old (3:25)
2. Into Desolate Realms (7:02)
3. The Opening Of Dead Gates (7:31)
4. Sorceress Reburned (6:17)
5. Decay To Nothing (7:53)
6. In The Sign Of The Dragon Star (6:42)
7. Necromancer Of The Red Sun (6:06)
8. After The Sepulchral Lava (4:37)

Bonus-Tracks von der “The Opening of Dead Gates” EP
9. Requiem Beyond The Stars (6:36)
10. Wolves Of Nocturnal Light (12:14)
11. Ash And Silence (1:48)