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RAUNCHY: Wasteland Discotheque

RAUNCHY: Wasteland Discotheque

RAUNCHY gehören zu den wenigen Bands im Core-Sektor, die trotz extrem eingängiger Arrangements immer noch genug Abwechslung und Eigenständigkeit aufweisen, um auch mit dem mittlerweile vierten Longplayer noch nicht in die Belanglosigkeit abzudriften. Zu verdanken ist das nicht nur den reichlich eingesetzten Keyboards und Synthesizern, sondern vor allem auch dem Gespür der Band für großartige Refrains, die häufig tagelang nicht mehr aus dem Kopf zu kriegen sind. Das Ganze nennt sich nach wie vor Futuristic Hybrid Metal und repräsentiert auch auf “Wasteland Discotheque” wieder RAUNCHYs Erfolgsrezept. Zwar mögen die FEAR FACTORY-Einflüsse im Vergleich zu den Vorgängern noch ein wenig mehr abgenommen, sowie einzelne Songs wie das gelungene ROCKWELL-Cover “Somebody’s Watching Me” vom Pop-Gehalt her zugenommen haben, der Qualität tut dies jedoch keinen Abbruch.

RAUNCHY verknüpfen Härte mit poppigen Refrains

Wer jetzt schon denkt, die Dänen beschränken sich 2008 ausschließlich auf poppige Untertöne, ist allerdings falsch gewickelt. So finden sich mit “Straight To Hell” und dem hart groovenden Titeltrack auch zwei deftigere Nummern auf der Scheibe, die sich in puncto Härte von eher klassischem RAUNCHY-Material wie “The Bash” und “A Heavy Burden” abheben. Insgesamt bewegt man sich musikalisch irgendwo zwischen SOILWORK und den modernen IN FLAMES, wobei die Emanzipation von diesen aufgrund der eingangs erwähnten Metalcore-Einflüsse, sowie der unverbrauchten, futuristischen Synthies in künstlerischer Hinsicht schon längst gelungen ist.

Kurz gesagt, “Wasteland Discotheque” ist vollgepackt mit Hits, die zwar im Grunde wenig anspruchsvoll sind, aber jede Menge Spaß machen. Hier wird musikalische Härte mit poppiger Eingängigkeit verknüpft. Das versuchen viele Bands, aber nur wenige schaffen diese Symbiose mit einer derartigen Selbstverständlichkeit wie sie RAUNCHY auf ihrem neuesten Output an den Tag legen. Auch wenn zum ganz großen Wurf dann doch die Ecken und Kanten und somit auch eine gewisse Eigenwilligkeit fehlt, ist die Platte dennoch ein rundum gelungenes Stück moderner Metal, der Fans genau das gibt, was sie erwarten: Hits, Hits, Hits.

Veröffentlichungstermin: 27.06.2008

Spielzeit: 53:57 Min.

Line-Up:
Kasper Thomsen: Vocals
Lars Christensen: Guitar
Jesper Tilsted: Guitar, Synth
Jeppe Christensen: Synth, Vocals
Jesper Kvist: Bass
Morten Toft Hansen: Drums

Produziert von Jacob Hansen & RAUNCHY
Label: Lifeforce Records

Homepage: http://www.raunchy.dk

RAUNCHY “Wasteland Discotheque” Tracklist

01. This Blackout Is Your Apocalypse
02. Somewhere Along The Road
03. The Bash
04. Warriors
05. Straight To Hell
06. Welcome The Storm
07. Wasteland Discotheque
08. Somebody’s Watching Me
09. A Heavy Burden
10. To The Lighthouse
11. Showdown Recovery
12. The Comfort In Leaving

Florian Schaffer
Florian hat von 2008 bis 2015 Reviews und Live-Berichte für vampster geschrieben. Seit 2019 ist er wieder mit dabei. Lieblingsbands: AMORPHIS, ARCHITECTS, BARONESS, CULT OF LUNA, DARK TRANQUILLITY, GHOST BRIGADE, IN FLAMES, THE OCEAN. Genres: Black Metal, Death Metal, Melodic Death Metal, Metalcore, Post Metal, Progressive, Rock, Thrash Metal