MONSTROSITY: Rise to Power

"Rise to Power" ist ein Zeugnis von intelligenter und bärenstarker Brutalität, die ihr nicht unterschätzen solltet, der Titel ist Programm!

Okay, ich begebe mich hier mal wieder auf dünnes Eis, doch ich muss gestehen, dass mich In Dark Purity nie besonders vom Hocker riss und dennoch hatte ich es irgendwie im Gefühl, dass mit Rise to Power wieder alles gut werden würde. Immerhin ließen sich die Death Metaller aus dem schönen Florida nahezu fünf Jahre Zeit um endlich den Nachfolger rauszuhauen und da kann man doch hervorragendes Songwriting, packende Stücke und eine ordentliche Produktion erwarten.

Also, Tag der Wahrheit, Rise to Power rotiert zum ersten Mal im Player und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, schon wieder In Dark Purity zu hören. Doch beim ersten Mal hören weit gefehlt, Rise to Power ist ein Kraftpaket, eine ordentliche Death Metal-Walze, gemacht von Meistern, die chaotisch, verfrickelt und dennoch relativ leicht zugänglich ist. Tonnenschwere Double Bass-Attacken, mitreißende Blasts und auch gerne mal doomige Attacken – das ist eigentlich nichts Neues, aber schön verfeinert und logisch gestaltet und so werden Songs wie Wave of Annihilation oder der fiese langsame Titeltrack zu echten Gassenhauern.

Was dieses Album noch von seinem Vorgänger abhebt ist der neue Sänger Sam Molina, der eine absolut kraftvolle und böse Stimme hat und dem man so schnell nichts vormacht. Daneben zeigen sich die Gitarristen Pat Hall und Tony Norman sehr versiert und kreativ, allerhand schräge und packende Riffs ziehen die Beiden vom Leder, die allesamt sehr gut miteinander harmonieren und auch ihre Soli wirken durchdacht, bauen sich logisch auf. Dass dabei die Songs an sich nicht leiden verwundert wenig, MONSTROSITY beweisen mit Rise to Power einfach Reife – in jeglicher Hinsicht.

So gibt es genau 10 Hits – exklusive dem Instrumental The Fall of Eden – zu hören, die alle mitreißen können, ebenbürtig sind und MONSTROSITY endlich mal so richtig ins Gespräch bringen dürften. Rise to Power ist ein Zeugnis von intelligenter und bärenstarker Brutalität, die ihr nicht unterschätzen solltet, der Titel ist Programm!

VÖ: 9. Februar 2004

Spielzeit: 47:55 Min.

Line-Up:
Sam Molina – Vocals

Pat Hall – Guitar

Tony Norman – Guitar

Mike Poggione – Bass

Lee Harrison – Drums

Produziert von Lee Harrison & MONSTROSITY
Label: Metal Blade Records

Tracklist:
1. The Exordium

2. Awaiting Armageddon

3. Wave of Annihilation

4. The Fall of Eden

5. Chemical Reaction

6. A Casket for the Soul

7. Rise to Power

8. Visions of Violence

9. From Wrath to Ruin

10. Abysmal Gods

11. Shadow of Obliteration