LIFE OF AGONY: River Runs Again: Live 2003

Eine meiner Lieblingsbands der 90er meldet sich glücklicherweise und endlich zurück. Leider "nur" mit einer Livescheibe!!!

Eine meiner Lieblingsbands der 90er meldet sich glücklicherweise und endlich zurück. LIFE OF AGONY veröffentlichten von 1993 bis 1997 drei hervorragende Alben, die zu gleichen Teilen unterschiedlich und eigenständig, aber immer nach LIFE OF AGONY klangen. Leider kam es aus den unterschiedlichsten Gründen nach dem dritten Album zur Trennung von Sänger Keith Caputo und zum Einstieg von UGLY KID JOE-Sänger Whitfield Crane, mit dem allerdings und leider nie ein Album aufgenommen wurde. Die nachfolgenden Projekte von z.B. KEITH CAPUTO (der im Jahre 2000 unter seinem Namen das hervorragende Singer/Songwriter-Album „Died Laughing“-Album veröffentlichte) oder Gitarrist Joey Z. (der mit STEREOMUD zwei Alben herausbrachte) waren zwar andere als von schlechten Eltern, konnten aber die LOA-Fans nicht auf Dauer zufriedenstellen. Es kam also, wie es kommen musste und wie es auf dieser Doppel-CD zu hören ist. „River Runs Again“ ist ein Livemitschnitt von zwei umjubelten Reunion-Gigs, die die Band Anfang Januar diesen Jahres im „Irving Plaza“ in New York spielte. Und die Band hat sich bei der Auswahl der achtzehn Songs allergrößte Mühe gegeben, denn jedes Album wurde ausreichend gefeaturt. Vom bösen „River Runs Red“ (1993) schafften es sieben Songs (u.a. „River Runs Red“, “This Time”, “Underground”, “Through And Through”), vom traurig-melancholischen “Ugly” (1995) sechs (u.a. “I Regret”, “How It Would Be”, “Lost At 22”, “Let’s Pretend”) und vom fröhlich-poppigen “Soul Searching Sun“ (1997, u.a. „Weeds“, „Heroin Dreams“, „Tangerine“, “My Mind Is Dangerous”) immerhin noch fünf Tracks auf dieses Album, das über einen rauhen, authentischen Sound verfügt und bei dem auch die Fanreaktionen nicht künstlich aufgeblasen wurden (was aber wohl auch tatsächlich nicht nötig war, denn Keith musste – wie man merhfach hören kann – die begeisterte Masse vor der Bühne das eine oder andere Mal etwas bremsen und zur Vorsicht ermahnen!). Als Bonus gibt es noch drei Stücke von LOA-Nebenkriegsschauplätzen. Zwar fehlt unverständlicherweise Material von den o.g. STEREOMUD, dafür gibt’s aber Material, das Drummer Sal (SUPERMASSIV – noch am ehesten mit den alten LOA zu vergleichen), Basser Alan (AMONG THIEVES – langweilig und durchschnittlich) und Sänger Keith (auch sein Beitrag ist eher mau und kaum mit dem brillanten Material von „Died Laughing“ zu vergleichen. Da hätte es wirklich bessere Songs auf „Perfect Little Monsters“ gegeben) in der LOA-losen Zeit aufgenommen haben und das einen interessanten Überblick darüber gibt, wie die einzelnen Musiker ohne ihre LOA-Mitstreiter zu musizieren in der Lage sind. Ein gutes „Greatest Songs“-Album im Liveformat – aber nun MUSS auch ein Studioalbum folgen…

Spielzeit: 94:30 Min.

Line-Up:
Alan Robert Goldstein – Bass

Joey Zampella – Guitars

Sal Abruscato – Drums

Keith Caputo – Vocals
Label: Steamhammer / SPV

Homepage: http://www.lifeofagony.com

Email: LOAbandmail@aol.com

Tracklist:
1.River Runs Red

2.This Time

3.Other Side Of The River

4.I Regret

5.Weeds

6.Seasons

7.Hope

8.Method Of Groove

9.How It Would Be

10.Bad Seed

11.Heroin Dreams

1.Tangerine

2.Lost At 22

3.My Mind Is Dangerous

4.Let´s Pretend

5.Underground

6.My Eyes

7.Through And Through

8.Consequence – Among Thievs

9.Were What I Say – Keith Caputo

10.Fake – Supermassiv