IRON MAIDEN: Somewhere back in time: The Best Of 1980-1989

IRON MAIDEN: Somewhere back in time: The Best Of 1980-1989

Eine neue Best of von IRON MAIDEN? Ist das notwendig? Nun, aus Sicht des Labels ja, denn man möchte mit dieser Scheibe vor allem die jüngeren Metalkids erreichen, die mit MAIDEN noch nicht so sehr in Kontakt gekommen sind. Diese neue Generation an Kunden möchte man auch erreichen, indem man das neue Album modern als Download vertreibt. Man kann es downloaden, dreimal anhören und dann muss oder kann man es bezahlen und endgültig nutzen. Eine gute Idee in Zeiten, wo das Business fast nur noch im WWW stattfindet. Zudem sind die aktuelle Tour und der Release der Live after death-DVD gerade in aller Jungfrauenliebhaber Munde, da schiebt man halt die Werbekugel noch mal mit Somewhere back in time: The Best Of 1980-1989 etwas an.

Für Fans gibt es eigentlich keine Überraschungen. Es gibt die genau so vorherzusehenden Songs der ersten sieben Studioalben und des Live-Albums Live after death – die Songs der ersten zwei Scheiben gibt es leider wieder nur als Live-Version mit BRUCE DICKINSON. Sicher ist auch so die Klasse von Wrathchild, Phantom of the opera und natürlich Iron maiden überwältigend, aber sie sind halt in dieser Form nicht echt. Dagegen braucht man bei Jahrhundertsongs wie 2 minutes to midnight, The trooper oder The number of the beast nur wenige Takte, um die Luftgitarre auszupacken und diese Klassiker des Metals zu feiern, während man bei Children of the damned nur auf die Knie fallen kann. Aber ein Blick auf die Tracklist zeigt eh nur starke Songs, die erhoffte neue Generation an MAIDEN-Jüngern dürfte absolut begeistert sein, wenn sie diese Metal-Klassiker kennen lernt. Für die alten Hasen gibt es ein wie gewohnt sehenswertes Cover und einen dezent verbesserten Sound, der sehr nach der 98er Remaster-Session klingt, ein Kaufgrund ist der neue Sound aber sicher nicht. Wer jedoch nur eine lückenhafte Sammlung der alten Scheiben hat oder die LPs schonen möchte, die IRON MAIDEN-Oldies gern mal zwischendurch hören will und keine der älteren Best of-Scheiben hat, der kann durchaus zugreifen.

Veröffentlichungstermin: 09.05.2008

Spielzeit: 70:58 Min.

Line-Up:
Bruce Dickinson – Vocals
Dave Murray – Guitars
Adrian Smith – Guitars
Steve Harris – Bass
Nicko McBrain – Drums

Label: EMI Records

Homepage: http://www.ironmaiden.com

Tracklist:
1. Churchill speech
2. Aces high – Live
3. 2 minutes to midnight
4. The trooper
5. Wasted years
6. Children of the damned
7. The number of the beast
8. Run to the Hills
9. Phantom of the opera – Live
10. The evil that men do
11. Wrathchild – Live
12. Can I play with madness
13. Powerslave
14. Hallowed be thy name
15. Iron Maiden – Live

Frank Hellweg
Frank (“WOSFrank”) ist seit 2002 bei vampster und alt genug, um all die spannenden Bands live gesehen zu haben, als die selber noch jung und wild waren! Er kümmert sich um Reviews, News und andere Artikel sowie um interne Hintergrundarbeit. Lieblingsbands: TROUBLE, CANDLEMASS, BLACK SABBATH, SWALLOW THE SUN. Genres: Doom, Stoner, Classic/Retro/Hard Rock, US/Power Metal, Southern/Blues Rock, Psychedelic/Progressive Rock, Singer/Songwriter.