HUNTSMEN: Mandala of Fear

HUNTSMEN: Mandala of Fear

Das ist schon sehr viel Musik und auch sehr viel Story, was uns HUNTSMEN mit „Mandala of Fear“ (im Übrigen ein guter Titel) servieren. Denn die US-Amerikaner breiten auf knapp 80 Minuten eine Science Fiction-Geschichte aus, welche aus dem Blickwinkel einer Soldatin in der näheren Zukunft erzählt wird. Dabei werden vor dem Hintergrund eines unerbittlichen Wüstenkriegs Themen wie Trauma, Genesung und letztendlich das Überleben behandelt. Begleitet wird die Story von einer 32-seitigen Graphic Novel, die der Doppel-LP beiliegt.

In der musikalischen Umsetzung passt es dann irgendwie, dass sich HUNTSMEN zwischen den Genres wie Progressive Metal / Rock, Doom Metal und gar Grunge und Country bewegen.

Die Stärken von HUNTSMEN offenbaren sich in den Instrumentals

Hervorzuheben ist dabei, dass inbesondere die Instrumentals wie „Atomic Storms“, „Pirates of the Waste“ und „Loss“ überzeugen. Hier wird bar jeder Lyrics die Geschichte mit Melodien und Stimmungsbildern weiter erzählt. Doch auch in Verbindung mit den variantenreichen Vocals wissen HUNTSMEN umzugehen. Gleich der Opener „Ride Out“ tritt diesbezüglich den Beweis an. Der Song schwebt gemütlich dahin, ehe aggressive Parts dazwischenfunken. Die Erklärung für derartige Songaufbauten lieferen die Lyrics. Auch „A Nameless Dread“ macht sich eine ähnliche Dynamik zu Nutze.

„Mandala of Fear“ ist ein ambitioniertes Konzeptalbum

Mitunter wirken die Songs jedoch etwas langatmig. Insbesondere die ruhigeren Tracks wie „God Will Stop Trying“ (trotz gutem Gesang) oder „Bone Cathedral“ und „Awake at Time´s End“ mit ihrem jeweils (unnötig) verzerrten Gesang beeindrucken weniger. Doch ist es das Gesamtwerk von „Mandala of Fear“, das im Endeffekt für diverse Durchhänger entschädigt. Und wenn man eben die Lyrics oder gar die Graphic Novel vor sich hat, dann machen wohl auch sämtliche Songs vom zweiten HUNTSMEN-Album Sinn. Somit ein ambitioniertes und gut anzuhörendes Konzeptalbum, das vor allem in seinen instrumentalen Passagen großen Spaß macht.

Veröffentlichungstermin: 13.03.2020

Spielzeit: 78:21 Min.

Line-Up:
Chris Kang – Gesang & Gitarre
Marc Stranger-Najjar – Bass & Gesang
Kirill Orlov – Gitarre
Ray Knipe – Schagzeug & Gesang
Aimee Bueno – Gesang

Produziert von Sanford Parker (BURIED AT SEA, Ex-MINSK) @ Decade Studios, Chicago

Label: Prosthetic Records

Homepage: https://huntsmendoom.com

Mehr im Netz: https://www.facebook.com/HuntsmenBand/
Mehr im Netz: https://huntsmen.bandcamp.com/

HUNTSMEN „Mandala of Fear“ Tracklist

1. Ride Out (Video bei YouTube)
2. Colossus
3. Atomic Storms
4. God Will Stop Trying (Video bei YouTube)
5. Pirates of the Waste
6. Hill People Drugs
7. Bone Cathedral
8. A Nameless Dread (Audio bei Bandcamp)
9. Awake at Time´s End
10. Loss
11. The Silver Lining
12. The Swallow
13. Clearing The Sand

Christian Wögerbauer
Christian ist seit 2005 unser Vertreter der Österreicher Metalszene, rezensiert gern im Bereich Doom / Death / Black / Thrash und auffallend gern Bands mit Sängerin. Genres: Death Metal, Doom-Death Metal, Doom Metal, Symphonic Metal, Gothic Metal, Sludge.