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HEAVEN SHALL BURN: Iconoclast Part 1 – The Final Resistance

HEAVEN SHALL BURN: Iconoclast Part 1 – The Final Resistance

Nicht mal zwei Jahre nach ihrem Geniestreich Deaf To Our Prayers melden sich HEAVEN SHALL BURN mit dem nächsten Album zurück. Kann man einem Giganten wie dem Vorgänger in so kurzer Zeit ein ebenbürtiges Werk zur Seite stellen? Man, oder zumindest HEAVEN SHALL BURN können nicht ganz. Aber um ehrlich zu sein, ich hatte auch nicht damit gerechnet, dass die Jungs das schaffen. Aber für Fans der Band ist das noch lange kein Grund den Kopf hängen zu lassen, denn mittelmäßig oder gar schlecht ist Iconoclast dadurch noch lange nicht. Man muss schon verstehen für wie mächtig ich Deaf To Our Prayers halte um zu begreifen warum dieses, ebenfalls starke Album einfach nicht die Oberhand gewinnen konnte.

Musikalisch würde ich sagen, dass HEAVEN SHALL BURN sich wieder ein wenig in Richtung Antigone gewandt haben. Hierbei freut es mich besonders, dass die Klassik Intros und Outros zurückgekehrt sind, die mich auf Antigone schon so begeisterten. Schon das düstere Intro Awoken lässt mir gerade jetzt, wo ich diese CD unterm Kopfhörer höre wohlige Schauer über den Rücken laufen. Doch man ist noch einen Schritt weiter gegangen und hat zum Beispiel im Opener Endzeit ebenfalls mit Streichern experimentiert. Dies steht der Band gut zu Gesicht. Doch verlieren sich HEAVEN SHALL BURN nicht in übertriebener Innovation. So springt dem Hörer Endzeit schon nach wenigen Sekunden wie ein typischer HSB Up Tempo-Brecher ins Gesicht. Ebenfalls interessant ist der Industrial-mäßige Beat am Anfang von Murderers Of All Murderers welches mich später ein wenig an Counterweight vom grandiosen Vorgänger erinnert. Ansonsten gibt es gewohnt hochklassige Kost. Wer Antigone mochte, wird sicher auch Iconoclast sofort ins Herz schließen. Wie gesagt, die unglaubliche Brachialität von Deaf To Our Prayers wurde wieder ein wenig zurück gefahren, aber eine bloße Kopie eben jener Scheibe wäre wohl von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Und so tun HEAVEN SHALL BURN genau das richtige. Wenn man brachialer und besser eigentlich nicht mehr werden kann, muss man sich eben wieder eine andere Herangehensweise an den eigenen Bandsound suchen. Und zum wieder etwas melodischeren Sound passt das ordentlich umgesetzte EDGE OF SANITY-Cover Black Tears natürlich hervorragend.

Dass HEAVEN SHALL BURN abgesehen von der starken Musik auch textlich wieder einiges zu sagen haben versteht sich von selbst. So handelt Endzeit davon wie der Laizismus, die Trennung von Staat und Religion verloren geht während sich Forlorn Skies mit dem Weihnachtsfrieden von 1914, bei dem, größtenteils deutsche und englisch Soldaten die Kampfhandlungen ohne Autorisierung ihrer Heeresleitungen einstellten, um zumindest an Weihnachten das gegenseitige Töten zu unterbrechen. Diese Mischung aus historischen und aktuellen Themen zieht sich durch sämtliche Texte der Platte und liefert sicherlich genug Stoff zum nachdenken und diskutieren wenn man sich darauf einlassen möchte. Und wer sich dafür nicht interessiert, der kann sich immer noch voll und ganz auf die Musik konzentrieren und sich darauf freuen zu diesen Songs live die Sau raus zu lassen.

Veröffentlichungstermin: 25.01.2008

Spielzeit: 58:19 Min.

Line-Up:
Marcus Bischoff – vocals
Maik Weichert – guitars
Alexander Dietz – guitars
Eric Bischoff – bass
Matthias Voigt – drums

Produziert von Maik Weichert und Alexander Dietz @ Rape Of Harmonies Studio, mixed & mastered by Tue Madsen
Label: Century Media

Homepage: http://www.heavenshallburn.com

Email: info@heavenshallburn.com

Tracklist:
01. Awoken (Intro)
02. Endzeit
03. Like A Thousand Suns
04. Murderers Of All Murderers
05. Forlorn Skies
06. A Dying Ember
07. Joel
08. Quest For Resistance
09. Black Tears
10. The Bombs Of My Saviours
11. Against All Lies
12. The Disease
13. Equinox (Outro)
14. Atonement