GROOVER VON KRÜGER: Deus Ex Machina [Eigenproduktion]

GROOVER VON KRÜGER: Deus Ex Machina [Eigenproduktion]

GROOVER VON KRÜGER implizieren folgendes: zum Einen denkt man sofort an dicken, groovenden (!), maulaufreißenden Soundtrackrock, zum Anderen erhofft man – dank des großposaunenden Infoblattes – eine große (oder zumindest ansatzweise würdigende) Internetpräsenz. Doch nix da, weder das eine noch das andere bekommt man.

Präsent ist bei GROOVER VON KRÜGER nur eines: die Stimme des singenden Groovers. Dick und unangenehm aufdringlich. Das fällt besonders beim Opener Nazi On A Bike auf, welches zwar titeltechnisch witzig klingt, aber musikalisch einfach nicht mithalten kann.
Und da war ich schon mal abgeneigt, weiterzuhören. Doch dann kam die positive Überraschung, nämlich der Titeltrack. Ein wunderschön-träumerisches Desert Rock-Instrumental – welches so gar nicht in die Riege des Punk-Frickel-Matsch passen will, den der Rest des Albums bereithält. Beweist aber, dass GROOVER VON KRÜGER mehr können als rotzen. Und das macht sie erträglich.
Diese Erkenntnis stimmt zwar versöhnlich, dennoch fällt es arg schwer, Deus Ex Machina in einem Rutsch durchzuhören: es fehlt der rote Faden, der Zusammenhang, der das Album zu einem Stück macht. GROOVER VON KRÜGER zeigen zwar, dass sie verschiedene Stile beherrschen, diese aber sinnvoll zu verknüpfen, fällt den Groovern hörbar schwer. Oder sie können es, haben aber keinen Bock drauf, man weiß es nicht.

Deus Ex Machina ist ein wildes Album. Nicht wild im Sinne von Raaaaah!, sondern von ungeordnet, unverständlich und ein wenig schludrig. Nochmal neu, bitte!

Spielzeit: 22:47 Min.

Line-Up:

Der Groover – bass, vocals, guitar, keys
Le Marquis du Shred – guitars
The Baron Brutus McBludgeon – drums

Homepage: http://www.myspace.com/groovervonkruger

Mehr im Netz: https://www.facebook.com/pages/Groover-von-Krueger/153935281329861

Tracklist:

1. Nazi On A Bike
2. Deus Ex Machina
3. Guitly As Charged
4. No Shoes
5. Escape Velocity