Mit ihrem dritten Album “Kingslayer” aus 2013 haben THRONEHAMMER mich damals komplett umgehauen. Das Album zählte für mich zu den absoluten Highlights des Jahres. Mit Album Nummer vier habe ich mich etwas schwerer getan als mit seinem Vorgänger, der mich wirklich von Sekunde eins an am Haken hatte. “Slay | Kill | Erase” hat etwas länger gebraucht, um voll bei mir zu zünden, was vielleicht auch an der leichten Modifikation im Sound von THRONEHAMMER liegt. Waren auf “KIngslayer” noch viele sehr griffige Songs wie der überragende Opener “Reign Of Steel” oder der Titelsong zu hören, walzen THRONEHAMMER ihre Kompositionen auf “Slay | Kill | Erase” breiter aus.
Mehr Post Rock wagen? THRONEHAMMER walzen ihre Songs auf “Slay | Kill | Erase” breiter aus
Die Band hatte mitgeteilt, dass das neue Album düsterer und melancholischer ausgefallen sei als der Vorgänger. Ich meine mehr Post Rock auf “Slay | Kill | Erase” zu hören, was sich auf “Kingslayer” ja vor allem beim letzten Song “Ascension”. Beim Opener und Titelsong lassen sich THRONEHAMMER ordentlich Zeit mit dem Songaufbau, vielleicht einen Hauch zu viel. Aber wenn der Song dann mal rollt, dann rollt er! Und wenn Kar ihren inneren Karl Willets channelt, dann gibt es eh kein Entkommen mehr. Generell growled die Gute auf “Slay | Kill | Erase” deutlich mehr als auf “Kingslayer”.
Irgendwo tief in Kat Shevil Gillham steckt ein kleiner Karl Willets
“To Never Return” beginnt auf der einen Seite recht zäh und schleppend, entwickelt sich zu echtem Headbanger und nach einem sehr ruhigen, fast schon meditativen Part setzt es zum Ende hin sogar Blastbeats. Erwähnenswert ist auch das lebhafte Drumming von Markus Ströhlein, der hier einige sehr coole fills spielt. Der Death Doom-Stampfer “Rise To Resistance“ wiederum erinnert atmosphärisch an PARADISE LOST und beim etwas sperrigen, rhythmus betonten “Destroyer Of Light”, gleichzeitig dem kürzesten Song des Album kommt Kat dem schon erwähnten Karl Willets wirklich unfassbar nah.
Zwischen PARADISE LOST und SLAYER meets HELLHAMMER liegt bei THRONEHAMMER nur ein Song
“Blade To The Heart” ist ein relativ simpel gestrickter, aber sehr effektiver, treibender Stampfer. Vielleicht der Song, der am schnellsten wirkt und auf jeden Fall ein sicherer Live-Kandidat. Selbiges gilt auch und noch mehr für “Thrown Into The Abyss”, dem schnellsten Song des Albums. Das sind quasi leicht gebremste Thrash-Riffs, HELLHAMMER trifft auf SLAYER. “Dethroned” verbreitet danach eher sakrale Atmosphäre, bevor THRONEHAMMER das Album mit einer Überraschung beenden, denn bei “Onwards To Oblivion”, welches zermalmende Metal Riffs mit flirrenden Post Rock-Gitarrenwänden paart übernimmt MOTOROWL Frontmann Max Hemmann den Gesang. Und das Ergebnis ist absolut großartig und hebt den Song nochmal auf ein anderes Level.
Mit “Slay | Kill | Erase” liefern THRONEHAMMER erneut auf höchstem Niveau ab
Und so ist “Slay | Kill | Erase” am Ende trotz längerem Anlauf doch wieder ein ganz großartiges Album geworden, finster, zermalmen, majestätisch! EIn Album, welches ganz sicher zu den Highlights des Jahres zu zählen ist. Im direkten Vergleich hat für mich persönlich “Kingslayer” knapp die Nase vorne, das ist aber letztendlich alles Geschmackssache. Das eine Band überhaupt regelmäßig so massive Alben raushaut nötigt eine Menge Respekt ab. Hail to THRONEHAMMER!
Veröffentlichungsdatum: 09.10.2026
Spielzeit: 73:28
Line-Up:
Kat Shevil Gillham – vocals
Stuart West – guitars, synthesizer
Tobias Utz – guitars
Daniel Ringl – guitars
Uwe Void – bass
Markus Ströhlein – drums
Label: Supreme Chaos Records
Bandcamp: https://thronehammer.bandcamp.com
Instagram: https://www.instagram.com/thronehammer.official
Facebook: https://www.facebook.com/thronehammer
THRONEHAMMER „Slay | Kill | Erase“ Tracklist
- Slay | Kill | Erase
- To Never Return
- Rise of Resistance (Audio bei YouTube)
- Destroyer Ov Light
- Blade to the Heart
- Thrown into the Abyss
- Dethroned
- Onwards to Oblivion (Audio bei YouTube)