FALCONER: Northwind

Schnell, brillant eingesungen aber auch an der Schwelle zum Italo-Metal-Kitsch.

Bei FALCONER ist es äußerst schwierig, ein Fazit der neuen CD zu ziehen. Mastermind Stefan Weinerhall scheint sich auf die Anfangszeiten der Band besinnen zu wollen und hat sowohl das Line-Up, als auch sein Songwriting nach rückwärts ausgerichtet. Nach der viel begrüßten Rückkehr des Original-Sänger Mathias Blad und den teilweise etwas durchwachsenen Präsentationen der Nordmänner in der Vergangenheit waren die Erwartungen, an das brillante erste Album anknüpfen zu können, gewaltig. Zwar bietet Blad auf dem inzwischen fünften Album Northwind eine Glanzvorstellung nach der nächsten, zwar sind die 14 Songs fast durchgängig sehr schnell, um epische und Folk-Parts angereichert und äußerst eingängig, auf der anderen Seite ist die eine oder andere Songstruktur sehr glatt geraten, wird die Schwelle zum Italo-Metal-Kitsch mehr als einmal überschritten. Auf der Habenseite stehen eine perfekte Produktion, Songhighlights wie Perjury And Sanctity oder das alle Trademarks der Falkner bietende Epic-Folk-Monster Home Of The Knave, eine perfekte Umsetzung und eben Blads herausragende Stimme. Mit etwas weniger Kitsch, weniger Keyboards und etwas mehr Härte wäre Northwind eines der Alben des Jahres geworden, so sollte jeder sein eigenes Fazit ziehen. Für mich persönlich wiegt die Stimme fast alle Schwächen auf und lässt auf eine erfolgreiche Zukunft FALCONERs hoffen.

Veröffentlichungstermin: 22.09.2006

Spielzeit: 54:21 Min.

Line-Up:
Mathias Blad – v
Stefan Weinerhall – g, key
Jimmy Hedlund – g
Magnus Linhardt – b
Karsten Larsson – dr

Produziert von Falconer
Label: Metal Blade

Homepage: http://www.falconermusic.com/

Tracklist:
1.Northwind 2.Waltz With The Dead 3.Spirit Of The Hawk 4.Legend And The Lore 5.Catch The Shadows 6.Tower Of The Queen 7.Long Gone By 8.Perjury And Sanctity 9.Fairyland Fanfare 10.Himmel Sa Trind 11.Blinded 12.Delusion 13.Home Of The Knave 14.Black Tarn