ETERNAL REIGN: Forbidden Path

Melodischer, aber etwas seichter, US-beeinflusster Power Metal auf schwankendem Niveau.

Forbidden Path gehört zu der Sorte von Alben, die keinesfalls schlecht sind, die es aber auch nicht schaffen, aus dem Durchschnitt herauszuragen. Dabei ist das Niveau auf dieser CD im Gegensatz zum Gros der Konkurrenz nicht durchgehend auf einem – durchschnittlichen – Niveau. Nein, mit Light The Light geht es nach dem epischen Intro zunächst einmal sehr vielversprechend los. Messerscharfe Riff-Attacken, haufenweise Gitarren-Harmonien, treibendes Drumming und mitreißender, mittelhoher Gesang sowie ein echter Ohrwurm-Refrain zeichnen diesen bärenstarken Song aus. Dabei haben ETERNAL REIGN einen leichten US-Metal-Touch und klingen erfreulicherweise nicht allzu europäisch. Das getragene Into My Own Hands mit seinen balladesken Elementen ist qualitativ von einem ähnlichen Kaliber, ebenso wie der hymnische Midtempo-Stampfer Edge Of The World, der durch den mehrstimmigen Refrain und den gefühlvollen Gesang von Dirk Stühmer zu begeistern weiß. Überhaupt ist der Frontmann technisch absolut fit und hat auch in allerhöchten Tonlagen keine Probleme, wenn seiner Stimme auch noch etwas das Einzigartige fehlt, so dass diese recht austauschbar klingt. Trotz aller US-Metal-Einflüsse klingen ETERNAL REIGN stets relativ seicht, was nicht nur auf die zumeist sehr dezent eingesetzten Keyboards zurückzuführen ist, sondern auch auf die manchmal schon fast poppigen Melodien und die vielen Backing-Chöre.

Leider fällt der Rest des Albums nach diesem starken Einstieg deutlich ab, was sich in simplem 08/15-Riffing und teilweise schon fast belanglosen, zumindest aber zu keinem Zeitpunkt mitreißenden Gesangslinien äußert. Den Tiefpunkt dieser Entwicklung stellt Set The Sails mit seinem überaus stumpfen Refrain dar und wird nur noch durch das lahme und kraftlose BREAKER-Cover Ten Seconds In getoppt.

Wenn man bedenkt, welch starke Songs die Norddeutschen zu schreiben in der Lage sind, ist es echt ein Jammer, dass Forbidden Path in der zweiten Hälfte derart abfällt, dass das Album als Ganzes schließlich nicht über den guten Durchschnitt herauskommt und sich in die lange Liste der Veröffentlichungen einreiht, die ganz nett sind, die man aber nicht wirklich braucht.

Veröffentlichungstermin: 21.02.2005

Spielzeit: 48:06 Min.

Line-Up:
Dirk Stühmer – Gesang

Michael Sebastian – Gitarre

Torsten Fünfhaus – Gitarre

Björn Meyer – Keyboards

Jörg Hassel – Bass

André Genuit – Schlagzeug

Produziert von J.R. Friede und Eternal Reign
Label: Limb Music Products

Hompage: http://www.eternal-reign.de

Email-Adresse der Band: webmaster@eternal-reign.de

Tracklist:
1. Gates To Infinity

2. Light The Light

3. Into My Own Hands

4. The Final Call

5. Edge Of The World

6. Les Reves En Plastique

7. Forbidden Path

8. Losing Ground

9. Set The Sails

10. Nightstalker

11. Ten Seconds In