EREB ALTOR: Vargtimman

Das “G´riss” um EREB ALTOR in der Vampster-Redaktion gehört der Vergangenheit an. Dabei ist “Vargtimman” nicht schlechter als die angedoomten Pagan Metal-Scheiben davor.

Ich kann mich an Zeiten erinnern, als in der Vampster-Redaktion gleich mehrere Kandidaten Handzeichen gaben, um eine neue EREB ALTOR-Scheibe rezensieren zu dürfen. Einige Jahre und Alben später ist das “G´riss” um die Schweden nicht mehr so groß. Dabei liefert die vor knapp zwanzig Jahren gegründete Band noch ein ähnliches Spektrum an Musik in ebensolcher Qualität ab wie anno dazumals. Vielleicht etwas ausrechenbarer und daher (aufs erste Hinhören) etwas langweiliger.

Das kann man schon ganz gut beim Opener “I Have the Sky” ausmachen, an dem mich vor allem der allzu einfache (Drum-)Rhythmus stört. Auch das Rundherum ist einfach nur nett, wenn cleane Pagan-Gesänge auf das weitere Album einstimmen sollen und die Melodien schlicht gut ins Ohr gehen.

“Vargtimman” ist ein “Grower”

Mit dem folgenden Titeltrack kommen dann aber auch die Growls hinzu, wenngleich eine pagane Härte weiterhin vermisst wird. Die Atmosphäre an sich wird jedoch gut bedient, wenngleich so richtig unter die Haut will das Ganze nicht gehen – zumindest anfangs. Denn, wie ich (nach Monaten) feststellen muss, ist “Vargtimman” ein “Grower” – vor allem wegen der Melodien und dem Clean-Gesang, der zwar nicht voll und kräftig ist, aber eine gewisse helle Klarheit für sich sprechen lässt.

EREB ALTOR überspannen Bogen der Gemächlichkeit

Nur selten zeigen sich EREB ALTOR von ihrer härteren Seite, wenn etwa das angeschwärzte “Rise of the Destroyer” aufs Gaspedal drückt. Ansonsten dominieren die gemächlicheren Songs wie “Fenris” mit atmosphärischen Viking Metal-Parts, wobei mich die dezenten Keyboard-Flächen hier an COUNT RAVEN erinnern. Bei “Alvablot” wird der Bogen der Gemächlichkeit jedoch eindeutig überspannt.

Dennoch erledigen EREB ALTOR auf dem aktuellen Album ihre Hausaufgaben und erfüllen die Erwartungen, doch ich kann – trotz der anwachsenden Komfortzone, die ich beim Hören wahrnehme – keinen großen Aufschrei der Begeisterung ausmachen. Vielleicht erging es den Kolleg*innen der Redaktion ebenso, wonach die Handzeichen eben ausgeblieben sind.

Veröffentlichungstermin: 14.01.2022

Spielzeit: 42:26 Min.

Line-Up:
Crister Olsson – Gesang & Gitarre
Jonas Lindström – Schlagzeug
Kristofer Elemyr – Bass
Daniel Bryntse – Bass & Gitarre

Gast-Musiker:
Lars Are Nedland (BORKNAGAR, SOLEFALD) – Hammond Orgel (“I Have the Sky”)

Label: Hammerheart Records

Mehr im Netz: http://www.erebaltor.com
Mehr im Netz: https://www.facebook.com/ErebAltorOfficial
Mehr im Netz: https://erebaltor.bandcamp.com

EREB ALTOR “Vargtimman” Tracklist

1. I Have the Sky
2. Vargtimman (Video bei YouTube)
3. Fenris (Audio bei YouTube)
4. Rise of the Destroyer
5. Alvablot
6. Den Dighra Döden
7. Ner i Mörkret
8. Heimdals Horn