ENGINE: Engine

ENGINE: Engine

Engine: same

Die Band ENGINE stellt in erster Linie das Soloprojekt von FATES WARNING – Sänger Ray Alder dar, der von FATES/ARMORED SAINT – Basser Joey Vera, Ex-AGENT STEEL – Gitarrist Bernie Versailles und FACE TO FACE – Drummer Pete Parada für dessen Umsetzung unterstützt wurde.

Daß Ray Alder schon immer auch ein Faible für moderneren Metal hatte, war allgemein bekannt und so war ich bezüglich dieses Albums zunächst mal skeptisch. Und ich muß zugeben, daß ich ´Engine´ recht schnell beiseite gelegt hätte, wenn der Gesang von Ray Alder nicht gewesen wäre. Ein großer Fehler, denn in ´Engine´ steckt ein enormes Potential!

Die instrumentale Seite des Albums klingt tatsächlich sehr modern und ist ausgesprochen Riff- bzw. Groove-orientiert. Bands wie KORN oder DEFTONES hatten sicher ihren Einfluß auf die Musik des Albums, so war für mich alten Traditionalisten zunächst mal umdenken angesagt! Die Instrumente spielen auf ´Engine´ eine eher untergeordnete Rolle und dienen mehr als Träger für die sagenhaften Melodien des Frontmanns, der sich auf diesem Album variabler denn je zeigt. Dennoch läßt Ray trotz aller Grooves seinen Mitstreitern genügend Platz, um immer wieder mit interessanten Soundspielereien die Hörzeit kurzweilig zu gestalten.

Das, was ENGINE aber hauptsächlich ausmacht ist einfach die Stimme von Ray Alder! Die Bandbreite seines Gesangs läßt sich am ehesten mit der des meiner Meinung nach viel zu unterschätzen ´Inside Out´ – Werkes von FATES WARNING vergleichen, bei dem er ja auch schon zeigte, daß er genauso sanft, wie auch düster oder rauh singen kann. Die Melodielinien auf dem ersten Soloalbum sind der Grund, weshalb das Album immer wieder in meinem CD-Player landet und ich bestimmte Melodien auch nach Stunden noch vor mich hinsumme. Ray Alder hat eben auch einfach das Gespür für Tiefe und gleichzeitig Eingängigkeit und diese Zutaten lassen ´Engine´ zu einem echten Genuß werden.

Fans von FATES WARNING werden den Kauf dieser CD meiner Meinung nach bestimmt nicht bereuen, auch wenn eine gewisse Umgewöhnung von Nöten ist. Fans modernen Metals werden mit dem Album jedoch wohl eher Schwierigkeiten haben, da dem Album durch den gefühlvollen Gesang wohl die nötige Attitude fehlt. Aufgeschlossenen Metal Fans rate ich jedoch: zugreifen!

Fierce

Veröffentlichungstermin: 13.09.99

Spielzeit: 43:30 Min.

Line-Up:
Ray Alder – Vocals

Joey Vera – Bass

Bernie Versailles – Guitar

Pete Parada – Drums

Produziert von Joey Vera
Label: Metal Blade

Tracklist:
1. Monster

2. Alone

3. Falling Star

4. Taste

5. I don´t need

6. Teach me

7. Bear your Cross

8. Tree of Life

9. You´re awake

Fierce
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