DEICIDE: To Hell With God

Pünktlich zum zehnten Album stoße ich auch mal auf DEICIDE. Und die Amis wissen auch auf "To Hell With God" wie technisch anspruchsvoller, satanischer Death Metal zu klingen hat.

To Hell With God ist doch tatsächlich mein erster wirklicher Kontakt mit DEICIDE. Na ja, besser spät als nie. Das, wie üblich pragmatisch betitelte, To Hell With God ist nun schon das dritte Album seit dem Abschied der Hoffmann-Brüder, die inzwischen den DEICIDE-Vorläufer AMON reaktiviert haben – ohne Glen Benton und Steve Asheim. Seit die beiden Hoffmanns raus sind haben DEICIDE zumindest in Sachen Spielzeit zugelegt, der Vorgänger Till Death Do Us Part überschritt sogar die vierzig Minuten-Grenze. Na ja, dieses mal sind es nur knapp 36, was aber immer noch länger ist als alle Alben der Hoffmann-Ära. Anscheinend hat Psychos konstantes Gemecker in seinen Reviews zu den letzten drei Alben der Ur-Besetzung Wirkung gezeigt. Aber auch spielerisch hinterlassen Jack Owen und Ralph Santolla Eindruck, die Gitarrenarbeit auf To Hell With God ist absolut erstklassig, die Soli wirken durchdacht, nicht hingerotzt. Beim musikalischen Background der beiden natürlich kein Wunder, wer in solch illustren Bands wie CANNIBAL CORPSE, ICED EARTH oder DEATH spielt, weiß wohl wie man den Sechssaiter bedient. Und auch die beiden DEICIDE-Urväter tragen natürlich ihren Teil zu To Hell With God bei. Glen Benton, der brutal growlt und schreit ohne in die Krümelmonster-Trickkiste zu greiffen und Steve Asheim, der sowohl rasante Blastbeats zum Besten gibt, ansonsten aber mit akzentuiertem Spiel für die nötige Finesse sorgt. Technisch, dass ist klar, spielen DEICIDE auf hohem Niveau, für stumpfes Gekloppe sind die vier Musiker allesamt viel zu gut an ihren jeweiligen Instrumenten. Auch wenn To Hell With God natürlich größtenteils in hohem Tempo stattfindet zeigen sich DEICIDE auf ihrem zehnten Album variabel, lassen es wie bei Conviction auch mal im Mid Tempo angehen. Und somit lassen DEICIDE auf ihrem zehnten Album nichts anbrennen und liefern ein erstklassiges Album für Freunde technisch anspruchsvollen US Death Metals ab.

Veröffentlichungstermin: 18.02.2011

Spielzeit: 35:43 Min.

Line-Up:

Glen Benton – vocals, bass
Jack Owen – guitar
Ralph Santolla – guitar
Steve Asheim – drums

Produziert von Mark Lewis & DEICIDE @ Audiohammer Studio, Florida
Label: Century Media
MySpace: http://www.myspace.com/theofficialdeicidemyspacepage

Tracklist:

01. To Hell With God
02. Save Your
03. Witness of Death
04. Conviction
05. Empowered by Blasphemy
06. Angels of Hell
07. Hang In Agony Until You´re Dead
08. Servant of the Enemy
09. Into the Darkness You Go
10. How Can You Call Yourself a God