Für die einen ist diese Scheibe ganz schön zweidimensional, für die anderen
ist es ein weiteres gelungenes Sammelsurium aus der Schaffenswelt des
untriebigen Kanadiers.
CHEPANG brachten nepalesisches Flair in den Grindcore und landeten passenderweise im kosmopolitischen New York. Mit ihrem vierten Album „Jhyappa“ suchen sie allzu sicheren Boden und verlieren leider viel von dem, was sie in den vergangenen fünf Jahren auszeichnete.
Ihr stapft gerne alleine durch die Wälder, habt durchaus schonmal von DARKTHRONE gehört und haltet Studio-Produktionen für akut überbewertet? Dann hab ich hier was für euch.
Das passt mit den beiden! DOMHAIN und EPHEMERAL zeigen auf ihrer Split-EP „Of Pine And Oak“, wie unterschiedlich die Ausrichtungen von (Neo-)Folk sein können - und wie gut das harmoniert.
NOVELISTS sind nicht mehr die gleiche Band wie zu Anfangstagen: Mit neuer Sängerin und neuem Ansatz verkörpert "Coda" den Schritt in eine neue Ära auf selbstbewusste Weise.
BURY TOMORROW brechen mit Konventionen, um ihrem Willen zur Weiterentwicklung gerechtzuwerden. Das Songmaterial überzeugt, aber als Gesamtwerk ist "Will You Haunt Me, With That Same Patience?" nicht immer schlüssig.
„Alone In A World Of Wounds“ stellt große Fragen, die häufig verdrängt werden. Diese große narrative Kraft, lässt fast vergessen, dass STEVE VON TILL mit seinem siebten Soloalbum ein kompositorisch äußerst vielseitiges Werk geschaffen hat, das große Teile seiner bisherigen musikalischen Leistungen kohärent nebeneinander stellt.
Von der Außenseiterrolle zum Rock-Phänomen in weniger als zwölf Monaten: "Even In Arcadia" lässt an mancher Stelle durchblitzen, dass diese Entwicklung für SLEEP TOKEN-Mastermind Vessel möglicherweise selbst etwas zu schnell ging.
ANNISOKAY haben es nicht eilig: "Abyss Pt II" folgt anderthalb Jahre nach dem ersten Teil und setzt vor allem atmosphärisch auf eine bedrückende Stimmung.
Alle Post-Black-Metal-Welt spricht dieser Tage von der neuen DEAFHEAVEN, diesem überwältigenden Monolith aus purer Gewalt und Ästhethik, mit dem niemand mehr gerechnet hatte, aber dass im europäischen Untergrund Anfang des Jahres bereits ein weiterer Koloss diesen Genres das Licht der Welt erblickt hat, das wissen bislang nur Eingeweihte. Dass diese mehr werden, soll mir Auftrag sein!
Keine Post Black Metal-Offenbarung, aber ein solides Album mit angenehmer eingestreuter Härte: SVNTH zelebrieren die „Pink Noise Youth“ mit Sentimentalität, Melancholie und Wut.
OMG, schaut euch diesen Fuchs an! Ist er nicht süß? Er ist unfassbar süß. Er spielt Black-Metal-Punk mit garstigem Gekeife, und wenn du das gerade brauchst, brauchst du dieses Album.
Über Unbeugsamkeit trotz uralter Wunden: MÜTTERLEINs drittes Album „Amidst The Flames“ ist ein Mahnmal, das aktueller kaum sein könnte – und musikalisch vielschichtig und tief.