GELEGENHEIT MACHT LIEBE [Filmkritik]

GELEGENHEIT MACHT LIEBE [Filmkritik]

Der Horror hat viele Gesichter: Probedinner für die Hochzeitsnacht, vorbereitender Tanzkurs, Besuch bei den Schwiegereltern. Kein Wunder, dass Paul (Jason Lee) bei all dem Stress mal eben kurz den Überblick verliert. Am Morgen nach seiner Junggesellen-Party wacht der Bräutigam in spe neben einer fremden Frau auf. Die ist zwar schnell aus der Wohnung hinauskomplimentiert, jedoch beginnen damit erst die denkbar schlimmsten Verwicklungen.

Regisseur Chris Koch hat eine blasse, geschwätzige Klamotte abgeliefert, die sich für keinen Schenkelklopfer zu schade ist. Da werden der Hochzeitsgesellschaft bewusstseinserweiternde Drogen in die Sauce gerührt, billige Furzwitze gerissen, und der einzige alte Mensch im Film ist natürlich notgeil und kifft, was das Zeug hält. Und das alles vor dem Hintergrund einer schwer romantischen Märchenhochzeit nach Hollywood-Modell. „Gelegenheit macht Liebe“ ist so was wie Linda de Mol auf 45 und auch ungefähr so unterhaltsam. Wer´s mag…

gnadiator
Stef (aka “gnadiator”) steuert seit 2002 immer wieder Konzertberichte, Interviews, Reviews oder Filmkritiken bei.