IRON MAIDEN: Live After Death (DVD)

IRON MAIDEN: Live After Death (DVD)

Live After Death war das Album, das mich zum Metal brachte und das mich damals mehr als alles berührte, was ich bis dahin von AC/DC, ACCEPT, SAXON und Co. gehört habe. Dementsprechend gespannt war ich, wie die Neuauflage des Konzertmitschnitts aus der Long Beach Arena in Kalifornien nach über zwanzig Jahren wirkt und was es an neuem Material und neuen Geschichten aus den Hochzeiten IRON MAIDENs auf der Doppel-DVD zu hören und sehen geben wird. Und um es vorweg zu nehmen: Früher war eben doch nicht alles schlecht. Beworben wurde die DVD unter anderem ja mit besserem Bild und überarbeitetem Sound im 5.1-Format, allerdings kann man von Glück reden, dass die originale Stereo-Tonspur ebenfalls auf der DVD enthalten ist. Natürlich liegt die Idee nahe, bei einer Neuauflage im DVD-Format 5.1-Technik zu verwenden, allerdings macht der neue Mix das gute Stück fast ungenießbar. Bruce Dickinson, außer Frage ein begnadeter Sänger, wurde dermaßen penetrant von Produzent Kevin Shirley in den Vordergrund gemischt, dass man sich über die alternative Tonspur von 1984, bei der seinerzeit Martin Birch ganze Arbeit leistete und einen perfekten Sound kreierte, nur freuen kann. Bildtechnisch ist dafür alles im grünen Bereich. Wer die Qualität seines ausgenudelten VHS-Band im Hinterkopf hat, wird die DVD-Variante als Erlösung empfinden, auch wenn man sich, trotz damals verwendeter 35mm-Technik, weit von heutigen Standards entfernt befindet. In Sachen Bild setzt doch eher Maidens Rock In Rio von 2002 Maßstäbe aber etwas anderes zu erwarten wäre ja auch naiv. 

DVD 1 enthält also den bekannten Mitschnitt des Konzerts aus der Long Beach Arena, DVD 2 hat noch ein paar weitere Schmankerl auf Lager. Neben der ebenfalls bereits auf Video veröffentlichten Dokumentation Behind The Iron Curtain, bei der man Maiden ein Stück auf ihrer ersten Tour durch den Ostblock begleiten kann und einem Mitschnitt vom Auftritt beim Rock In Rio 1985 gibt es den zweiten Teil von The History Of Iron Maiden. Und, ähnlich wie beim ersten Teil, kommt man hier als Fan voll auf seine Kosten. Band, Manager und Produzenten kommen zu Wort und erzählen ihre meist lustigen und eigentlich immer spannenden Geschichten und Anekdoten aus der Zeit um das Powerslave-Album und die Live After Death Tour und so ergibt sich ein Gesamtbild das zeigt, was diese Band so einzigartig macht.  

Recht interessant ist auch die Zugabe in Form einer viertelstündigen Tour Footage zur 1983er-Peace Of Mind-Tour, dazu gibt es noch jede Menge Fotos, das Programmheft der Live After Death-Tour und Videos zu Aces High und 2 Minutes To Midnight. Letzteres ist vielleicht verzichtbar, macht aus der Doppel-DVD mit insgesamt über fünf Stunden Spielzeit aber eine runde Sache.  

 

DVD 1: LIVE AFTER DEATH – Konzert Long Beach, 1984
1. Chruchill Speech/Aces High
2. 2 Minutes To Midnight
3. The Trooper
4. Revelations
5. Flight Of The Icarus
6. Rime Of The Acient Mariner
7. Powerslave
8. Number Of The Beast
9. Hallowed By The Name
10. Iron Maiden
11. Run To The Hills
12. Running Free
13. Sanctuary

DVD 2: Dokumentation / Bonus Konzert Footage
1. The History Of Iron Maiden Part 2
2. Behind The Iron Curtain: Doku + Live Songs:

1. Aces High
2. The Trooper
3. 22 Acacia Avenue
4. The Number Of The Beast
5. Hallowed by The Name
6. 2 Minutes To Midnight
7. Run To The Hills

3. Rock In Rio Live ´85
1. Aces High
2. 2 Minutes To Midnight
3. The Trooper
4. Revelations
5. Powerslave
6. Iron Maiden
7. Run To The Hills
8. Running Free

4. Ello Texas (Tour Footage)

5. Artwork Gallery, Tour Programme, Tour Dates & Photo Gallery

 

Format: PAL
Sprache: Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Niederländisch, Französisch, Italienisch, Schwedisch
Bildseitenformat: 4:3
Anzahl Disks: 2
FSK: ab 12 Jahren
Studio: EMI Music Germany GmbH & Co.KG
DVD-Erscheinungstermin: 1. Februar 2008
Spieldauer: 340 Minuten

Veröffentlichungstermin: 01.02.2008

Homepage: http://www.ironmaiden.com

Markus
Markus ("boxhamster") hat das Magazin 1999 gegründet und kümmert sich um die Technik und die Weiterentwicklung von vampster, schreibt ab und zu Reviews und fotografiert bei Festivals und Konzerten.