NIKKI PUPPET live beim ROCK IM TORF

NIKKI PUPPET live beim ROCK IM TORF

15 Jahre wird im Torf bereits gerockt! ROCK IM TORF fand dieses Jahr an zwei Festivaltagen statt. Am 22. und 23.06.2019 öffnete das Festival am Rande des Künstlerdorfes Worpswede im hohen Norden Deutschlands seine Pforten. Den eigentlich geplanten Spaziergang durch eben jenes Dorf strichen wir schlussendlich dann doch. Vielleicht im nächsten Jahr. Als wir am Samstag das hübsch gestaltete Gelände betraten wurde bereits ordentlich gerockt. Aufgebaut waren zwei Bühnen, welche abwechselnd bespielt wurden. Zwischen den Stages waren verschiedene Getränkestände aufgebaut. Und auch an abwechslungsreichem Essen mangelte es nicht. Den sonst überall üblichen Merchandise-Stand mit Festival- und Bandmerch suchten wir vergebens.

Während die SCUMDOGZ noch ihr Set rockten, trafen wir NIKKI PUPPET und erfuhren, dass es tatsächlich keine offizielle Möglichkeit für Bands gab, Merchandise-Artikel zu verkaufen. NIKKI PUPPET bauten sich ihren eigenen Merch Booth neben der Hauptbühne auf, auf welcher sie später auch spielten. Eine gute Entscheidung, um CDs und andere Fan-Artikel unter die Leute zu bringen.

NIKKI PUPPET rockten zur besten Sendezeit!

Nachdem die SCUMDOGZ nach einer vom Publikum geforderten Zugabe zum Ende gekommen waren und die etwas kleinere Nebenbühne wieder berockt wurde, war für NIKKI PUPPET die Zeit zum Aufbauen gekommen. Daraufhin konnte die Show fast pünktlich zur besten Sendezeit beginnen. Ein spooky Intro leitete die Show ein. Die Band betrat die Bühne. Nachdem wir NIKKI PUPPET im vergangenen Sommer beim ROCK FOR ANIMAL RIGHTS in aktueller Besetzung rocken sahen, fiel diesmal Bassfrau Regine Hellmann leider aus. Am Bass wurde die Band aus Hannover deshalb von Peter Pichl (u.a. VICTORY, RUNNING WILD, NEKTAR, UFO, HEINZ RUDOLF KUNZE & RÄUBERZIVIL) unterstützt. Frontfrau Nicky Gronewold und ihre Jungs begannen das Set offensiv mit „Amazing Grace“ vom Album „Disco Inferno“. Applaus folgte. Der Gast auf der Bühne fügte sich schnell ins Gesamtbild ein. Wer ihn kennt und weiß, mit welcher Lässigkeit Peter Pichl sonst die Bühnen rockt, sah ihn an diesem Abend ungewohnt konzentriert. Letztendlich gab es ja nur zwei Proben mit der Band.

NIKKI PUPPET ließen „Valentino“ durch die Boxen krachen. Noch war es nicht dunkel genug, das Tageslicht schluckte die bunte Lichtshow fast vollständig. Nach „Personality“ begrüßte Nicky Gronewold freudig den nicht ganz unbekannten Gast am Bass. Und weiter ging es mit „Electrify“. Das Publikum vor der Bühne rockte gut mit. Gitarrist Christos Mamalitsidis hatte seine Gitarre wie immer gut im Griff. Ihn in Action neben Peter Pichl zu sehen, das ließ VICTORY- Erinnerungen der vergangenen Jahre wieder aufleben. Nach weiteren Songs quer durch NIKKI PUPPETs Alben erfolgte noch eine Ansage. Frontröhre Nicky bedankte sich bei ihren Freunden von GENTILITY für die Betreuung ihres persönlichen Merch-Standes, während sie auf der Bühne alles gab.

Neues NIKKI PUPPET-Album in Sicht!

Mit „Into The Wild“ krachte ein Einblick ins kommende Album, welches den selben Titel tragen wird, durch die Dämmerung. Die Sängerin ging in der zweiten Showhälfte immer mehr aus sich raus. Dieser rotzig freche Hard Rock macht einfach immer wieder Spaß! Mittlerweile leuchtete die Bühne im bunten Scheinwerferlicht. Schön beleuchtet sah man auch Kai Paulmann, den Mann an den Drums, ordentlich schwitzen. Nicky Gronewold wandte sich an das etwas weiter hinten stehende Publikum:“ Habt ihr nicht so viel getrunken? Die Jungs und Mädels hier vorne tanzen voll ab!“ „People Like You And Me“ ließ die Zuschauer vor der Bühne weiter abrocken. Nicky rotzte den Song frech hin und schien selbst ordentlich Spaß zu haben. Eine kurze Merch-Ankündigung folgte dem Track. Daraufhin wurde das mehr als kurzweilige Set mit „Shadows And Lies“ beendet. Das „Zugabe!!“-Geschrei wurde durch ein „Wollt ihr das wirklich?“ der Sängerin unterbrochen. Ja, sieht so aus! „Silent Symphony“ wurde nachgeschoben. Viel Applaus von den Fans folgte. Die Band verbeugte sich gemeinsam auf der Bühne. Die gelungene Show war beendet. Es durfte wieder umgebaut werden. Diesmal für den Headliner des Abends die LED ZEPPELIN-Coverband MAD ZEPPELIN, der von vielen anschließend sehr gefeiert wurde.

Fotos: Anke Braun/ vampster.com

 

Anke Braun
Anke ist seit 2016 bei vampster, kümmert sich um Reviews und zieht mit Charme und Kamera bewaffnet durch Metalkonzerte. Lieblingsbands: PRONG, HELLYEAH, DEATH ANGEL, SODOM. Genres: Heavy Metal, Speed/Thrash Metal.