DOOM SHALL RISE: Das Epic-/Power-Doom-Special

DOOM SHALL RISE: Das Epic-/Power-Doom-Special

Wie auch schon in den Jahren zuvor, wollen wir euch auch 2005 die beim dritten Doom Shall Rise-Festival aufspielenden Bands in einem Special-Feature näher vorstellen. Nachdem ihr in unserem ersten Teil bereits etwas über die eher „klassischen“ Doom-Bands BURNING SAVIOURS, THE GATES OF SLUMBER, PLACE OF SKULLS, PALE DIVINE, WARNING und WELL OF SOULS in Erfahrung bringen konntet, geht es im zweiten Teil um die eher episch veranlagten Doom-Truppen.

Im Laufe der 80er Jahre erlebte der Doom eine stärkere Orientierung an klassischen Metal-Trademarks. Die Liebe zur Langsamkeit blieb, hinzu kam aber ein verstärkter Hang zu elegischen und epischen Kompositionen.

Es mag als bezeichnend gelten, dass ausgerechnet BLACK SABBATH wieder einer der Vorreiter zu dieser Bewegung darstellen sollten. Nachdem die Truppe in den späten 70er-Jahren einige echte Soundexperimente gewagt hatte, verließ Ozzy Osbourne 1978 die Band. Die Trennung von ihrem Sänger war einschneidend, aus kreativer Sicht aber alles andere als niederschmetternd. Vielmehr gelang es BLACK SABBATH 1980 eines ihrer herausragendsten Alben zu veröffentlichen: „Heaven and Hell“. Mit Ronnie James Dio fand man genau die richtige Stimme für diesen Meilenstein der Metal-Geschichte und der kleine Mann passte mit seinem Gesang weitaus besser zu der neuen musikalischen Ausrichtung, als es ein Ozzy je hätte schaffen können. Dass die Band in den Jahren zuvor bereits viele Metal-Epen wie das titelgebende „Heaven and Hell“ geschaffen haben, sollte spätestens das Live-Album „Live Evil“ unter Beweis stellen. „Heaven and Hell“ markiert durch seinen Sound aber einen echten Meilenstein und die Mischung aus den typischen Iommi-Riffs mit stärkerer Betonung der epischen Momente sollte die weitere Geschichte des Metals definitiv prägen. Aber auch die des Doom.

Wie auch schon in unserem Special zum Classic-Doom dargestellt, sollten aber auch hier BLACK SABBATH nicht die Band sein, deren Einfluss auf weitere Doom-Bands derart vordergründig herauszuhören war. Nein, wenn es um die Einflüsse epischer Doom-Metal-Bands geht, dann ist da eine energiegeladene Truppe aus Schweden die erste Wahl: CANDLEMASS. Mit „Epicus Doomicus Metallicus“ veröffentlichte man 1986 ein Debütalbum, dessen Name Programm ist und gleichzeitig die Szene erneut maßgeblich aufmischen sollte. Mit dem Nachfolger „Nightfall“ stellte man 1986 einen neuen Sänger vor, der zum Inbegriff des Epic-Doom-Frontmanns wurde. Schon früh prägte der schwergewichtige Messiah Marcolin mit seinem Mönchsoutfit die mit dem Epic-Doom verbundenen Assoziationen, und das macht er auch heute noch.

Fünf Jahre später sollte aus Amerika dann der weitere entscheidende Impuls in diesem Subgenre erfolgen, als SOLITUDE AETURNUS mit „Into the Depths of Sorrow ein zunächst gar nicht derart beachtetes Album ablieferten. Die Zeit sollte aber zeigen, dass die Texaner mit ihrem Sound eine der ganz großen Inspirationsquellen im Doom werden sollten. Herausragend war dabei, dass die Band auf der einen Seite eine enorm düstere Atmsophäre erschuf und diese durch erstaunliche Melodielinien unterstützten, auf der anderen Seite die Doublebass zu einem effektiven Stilmittel im Doom erkürten. Angesichts dieses Sounds und der enormen Live-Power, die vor allem durch den damaligen Bassisten Lyle Steadham auf der Bühne transportiert wurde, konnte man in Reviews recht schnell den Begriff Power-Doom finden, der die Musik von SOLITUDE AETURNUS perfekt umschreibt.

Mirror of Deception - Das Doom Shall Rise Special
Unorthodox Doom Metal weltexklusiv – MIRROR OF DECEPTION

Ob bei MIRROR OF DECEPTION die Einordnung zum „Epic-“ oder „Power“-Doom wirklich treffend ist, darüber kann man lange streiten. Vielleicht passt „Spätzles-Doom“ tatsächlich besser, den Jochen Fopp als „vielleicht nicht so al dente wie Spaghetti-Doom“ beschreiben würde. Dabei können die verstärkt eingesetzten folkloristischen Elemente auf dem aktuellen Album und der Hang zu hymnenhaften Melodielinien die Zuordnung zum Epic Doom am ehesten rechtfertigen, auch wenn sie nicht als hundertprozent glücklich gewählt erscheint. „Eigentlich spielen wir ja quasi weltexklusiv sogennanten ‚Unorthodox Doom Metal‘, erklärt Jochen seine präferierte Stilbezeichung, „aber wir haben sicherlich auch viele Einflüsse aus den genannten Sparten – passt also schon.“

MIRROR OF DECEPTION ist die zweite „Veranstalterband“ auf dem diesjährigen Billing und gemeinsam mit WELL OF SOULS steht man beim Festival auch zum zweiten Mal auf der Bühne. Doch die Bedeutung der Truppe geht noch weiter: „MoD wurde in Göppingen gegründet und somit repräsentieren wir quasi den Austragungsort. Musikalisch gibt es sicherlich keine allzu großen Unterschiede zu anderen Bands, da wir eben auch nur mit dem standardmäßigen Rockinstumentarium agieren“, gibt sich die Band dabei gleichzeitig bescheiden. So groß die Freude an dem zweiten Doom Shall Rise-Auftritt dabei auch sein mag, die Doppelbelastung bleibt: „Man kann das Festival letztlich nicht so entspannt genießen, wie Bands die nur wegen des Auftrittes dabei sind. Andererseits weiß man schon in etwa, was man zu erwarten hat. Wir freuen uns natürlich sehr darauf, denn Konzerte vor so vielen Leuten sind für uns nicht alltäglich und das DSR ist sowieso etwas Besonderes.“ Genauso fällt es Jochen Fopp in der dreijährigen Doom Shall Rise-Erfahrung nicht schwer, das ein oder andere Anekdötchen zum Festival aus der Schublade zu ziehen: „Beim ersten Doom Shall Rise, das an einem eisigen Februarwochenende unweit von Crailsheim stattfand, gab es einige besonders hartgesottene Besucher, die in einem offenen Bushaltestellenhäuschen übernachteten und Mitglieder einer Band, die fragten, ob es illegal wäre, auf Schnee zu gehen. Aber generell ist das DSR ein Kuriosum an sich. Dass dieses Festival überhaupt solchen Zuspruch findet und welche Anreisewege manche Besucher und Bands auf sich nehmen um dabei zu sein, erstaunt uns immer wieder.“ Da kann man wirklich gespannt sein, ob die Veranstalter des Doom Shall Rise vielleicht auch mal mit einer ähnlichen DVD-Veröffentlichung aufwarten, wie das für MIRROR OF DECEPTION geplant ist. „Mit unserer Band sind schon sehr viele Dinge passiert, an die man gerne und auch kopfschüttelnd zurückdenkt. Zu viele, um jetzt einzelne herauszupicken. Sofern es irgendwann mal eine DVD von uns geben sollte, werden wir für den Bonusteil die skurrilsten Begebenheiten von jungen Laienschauspielern nachstellen lassen.“ Sinn für Humor haben sie also, die Doom-Urgesteine aus dem Schwabenland. Und das macht sich nicht zuletzt bei den nicht-doomigen Einflüssen der Musiker bemerkbar. So erzählt Jochen Fopp: „Bei mir fing die Musikbegeisterung mit Peter Alexander, ABBA und Boney M an. Aber vermutlich hört man das nicht mehr ganz so deutlich heraus.“ (Fierce)

MIRROR OF DECEPTION
Discografie:

„Mirror of Deception“ Demo (1993)

„Word Unspoken“ Demo (1994)

„Veil of Lead“ Demo (1994)

„Cease“ Demo (1996)

„Veil of Lead“ Mini-CD (1994)

„August 2000“ Demo (2000)

„Mirrorsoil“ Album (2001)

„Past & Present“ Demo-Aufnahmen 1993-2000 (2001)

„Conversion“ Mini-CD (2003)

„Foregone“ Album (2004)

Soundsamples:

Chapter X

Foregone Way

Mirrorsoil

The Ship of Fools

Vanished

Weiss

Line-Up:

Michael Siffermann – Guitar/Vocals

Jochen Fopp – Guitar

Andreas Taller – Bass

Jochen Müller

Homepage:

http://www.mirrorofdeception.com

Isole - Das Doom Shall Rise Special
ISOLE – langsame Songwriter mit einer Vorliebe für epische Klänge

Deutlicher hört man da schon bei den Schweden ISOLE den Einfluss von Bands wie CANDLEMASS oder BATHORY heraus, so dass die Kapelle auf dem dritten Doom Shall Rise am ehesten das repräsentiert, was man sich im Allgemeinen unter epischem Doom vorstellt – nicht ohne diesem Sound einen eigenen Stempel aufzudrücken: „Natürlich ist der Grund, warum wir jemals angefangen haben mit dieser Band die Vorliebe, die wir für Bands wie CANDLEMASS oder BATHORY in ihrer epischen Phase hatten. Aber ich bin mir nicht sicher, dass wir einen ähnlichen Stil spielen“, gibt Sänger und Schlagzeuger Daniel Bryntse zu Protokoll. Für Eingeweihte sind ISOLE beileibe keine Unbekannten mehr. Bereits in den 90ern brachte man unter dem Namen FORLORN einige exzellente Demos und Sampler-Beiträge unters Volk. Mit einer seiner zahlreichen anderen Bands und Projekte, WITHERED BEAUTY, veröffentlichte Daniel sogar ein Album über Nuclear Blast.
Kürzlich erschien über I Hate Records nun endlich das erste ISOLE-Album. „Forevermore“ beinhaltet einige Kompositionen, die alten FORLORN-Jüngern nicht unbekannt vorkommen dürften, was den Eindruck erweckt, dass man es bei den Schweden mit extrem langsamen Songwritern zu tun hat. „Oh je… haha… zunächst muss man bedenken, dass die Band zwischen 1996 oder 1997 und 2001 eigentlich auf Eis lag. Nachdem wir uns reformiert hatten, hatten wir ständige Probleme mit der Besetzung, was auch unser Songwriting beeinflusst hat. Ein weiterer Faktor ist die Fülle an altem Material, das immer noch ziemlich gut ist. Ich sehe keinen Grund dafür, gute Kompositionen wegzuwerfen, nur weil sie mehrere Jahre alt sind. Stattdessen haben wir einige der alten Songs aufpoliert, damit sie zum Sound von ISOLE passen, der sich von FORLORN ein wenig unterscheidet, und dies durch einige neue Kompositionen ergänzt. Und… ja… wir SIND langsame Songwriter… haha.“
Und beinahe hätte „Forevermore“ niemals das Licht der Welt erblickt, standen die Musiker doch wieder kurz davor das Handtuch zu schmeißen: „Es war Ola von I Hate Records, der das Ganze möglich machte, indem er uns erst einen Plattenvertrag angeboten hat, als wir eigentlich kurz davor waren, die Band auf Eis zu legen… und dann hat er uns auf das DSR3 gebracht. So einfach war das! Die einzige Hürde, die wir noch zu überwinden haben, ist dort tatsächlich hinzukommen, haha.“ Und das könnte sich als schwieriger erweisen, als man annehmen würde: „Ich wurde mal verhaftet, weil ich auf dem Weg zu einem Gig in der Öffentlichkeit uriniert habe“, gesteht Daniel. Auf der Reise nach Göppingen wird die Band auch von Session-Drummer Jonas Lindström begleitet. Das Kuriosum eines singenden Drummers wird man beim ISOLE-Auftritt also nicht erleben. „Ich werde bei unseren Liveshows die zweite Gitarre spielen und den Lead-Gesang übernehmen. Dafür gibt es hauptsächlich zwei Gründe… die Songs verlangen danach, dass wir zwei Gitarren haben, und es ist viel einfacher Gitarre zu spielen und zu singen als Schlagzeug zu spielen und zu singen… außerdem ist es eine gute Sache bei Liveshows den Sänger vorne zu haben.“
Mit den anderen Bands, die auf dem Doom Shall Rise spielen werden, hat sich Daniel noch nicht allzu intensiv auseinandergesetzt: „Von dem, was ich gehört habe, sind wir wahrscheinlich eine der ‚epischeren‘ Bands. Zudem denke ich, dass wir melancholischer und melodischer sind (im Gegensatz zu heavy) als viele Bands. Ich mag da falsch liegen, aber bedenke, ich habe mir noch nicht wirklich viele der Bands angehört. Egal, was wirklich zählt ist, was ihr – die Hörer – denkt.“
Mit dieser Einschätzung liegt der Sänger jedoch gar nicht so verkehrt. Wie sehr der epische Doom Metal die Band beeinflusst hat, zeigt sich auch in Daniels Wertschätzung von CANDLEMASS: „Meiner Meinung nach ist CANDLEMASS nicht nur die wichtigste Doom Metal-Band in Schweden, sondern auf der ganzen Welt, auch wenn es natürlich ohne BLACK SABBATH wahrscheinlich kein CANDLEMASS gegeben hätte. Andere wichtige schwedische Doom-Bands sind alle anderen (Doom)-Bands, an denen Leif Edling oder Messiah beteiligt waren, und vielleicht COUNT RAVEN. Wenn man die epische Ära von BATHORY auch als Doom bezeichnen kann, dann sind sie fast so wichtig wie CANDLEMASS. Vielleicht sollte ich noch SORCERER, MEMORY GARDEN und FORLORN/ISOLE in die Runde werfen, haha.“
Daniel gehört auch zu den wenigen auserwählten Personen, die schon die Gelegenheit hatten, das neue, selbstbetitelte CANDLEMASS-Album zu hören: „Offenbar habe ich zu viel erwartet, da ich ein wenig enttäuscht war, als ich es zum ersten Mal gehört habe. Ich habe herausgefunden, dass es klappt, wenn man sich das Album anhört und es dabei schafft, nicht an CANDLEMASS zu denken. In ‚CANDLEMASS-Einheiten‘ gemessen ist es ein bisschen zu schnell und ein bisschen zu melodisch… es ist dennoch ein gutes Album. Jedoch nichts, was an die ersten vier Klassiker heranreicht.“
Bis zu einer solch großen Zahl von Klassiker-Alben ist es für FORLORN noch ein langer Weg, was vielleicht auch daran liegt, dass Daniel in der Vergangenheit in einer Vielzahl weiterer Bands und Projekte involviert war. „WITHERED BEAUTY, FEBRUARI 93 und EREB ALTOR sind immer noch existente Bands bzw. Projekte. Man könnte von ihnen allen neue Veröffentlichungen erwarten, aber ich weiß nicht wann oder in welcher Form. Im Moment konzentrieren wir uns jedoch auf ISOLE.“ Man darf also optimistisch sein, dass es mit ISOLE in Zukunft weiter voran gehen wird.
Und wie klingt nun IKEA-Doom? „Hahaha… was ist das denn für eine Frage? Ich weiß nicht… vielleicht so wie eine der Doom-Bands ohne eine eigene Identität… einfach in Massenproduktion gefertigt aus der gleichen Vorlage wie viele andere?“ (Doomster)

ISOLE
Discografie:

„Forevermore“ Album (2005)

Soundsamples:

Age of Darkness

Tears Of Loss

A Wish

Autumn Leaves

Line-Up:

Bryntse – Drums/Vocals

Henka – Bass/Screams

Crister – Guitars

Homepage:

http://www.forevermore.se

Thunderstorm - Das Doom Shall Rise Special
THUNDERSTORM – waren mit ihrem Spaghetti-Doom im Kampf gegen den „Symphonic-tralala-Pizza-Metal“ siegreich.

Eine eigene Identität haben THUNDERSTORM, die zu den drei Bands gehören, die bereits zum zweiten Mal auf dem Doom Shall Rise spielen werden, mit ihrem Spaghetti-Doom definitiv, und das schon seit ihrem Debütalbum. Angesichts eines ganz eigenen Sounds, der mannigfaltige Einflüsse sowohl aus dem traditionellen Metal als auch aus dem 70er-Doom bezieht, aber auch vom Psychedelic Rock der 60er und 70er, trifft unsere Einordnung in den Epic/Power Doom, die wir für dieses Special gewählt haben, nur bedingt zu – was Bandkopf Fabio Bellan allerdings nicht weiter stört: „Es ist normal für alle Bands eine Kategorisierung zu suchen. THUNDERSTORM sind eine… klassische Doom Metal-Band mit vielen Einflüssen: epische, einige aus dem klassischen Metal und ein zu einem großen Teil der 70er-Style. Aber es stört uns nicht, es ist natürlich für Hörer, für jede Band ein Subgenre zu finden.“
Geht es um die wichtigsten Doom-Alben dieses Jahrzehnts, so werden von Fabio nahezu sämtliche Subgenres des Doom berücksichtigt: „Die meiner Meinung nach wichtigsten Alben sind ‚In The Rectory of the Bizarre Reverend‚ von REVEREND BIZARRE, ‚Of Empires Forlorn‚ (WHILE HEAVEN WEPT), ‚The Awaken‚ von WELL OF SOULS und ‚Dopethrone‚ (ELECTRIC WIZARD).“
Mit ihrem letzten Album, „Faithless Soul„, traten die Italiener ein wenig auf der Stelle, viele Melodiefragmente klangen für Fans, die bereits die vorherigen Alben ihr Eigen nennen, sehr vertraut. Angst, eines Tages als die RUNNING WILD des Doom Metal bezeichnet zu werden, hat Fabio dennoch nicht. „Endlich kann ich die tatsächliche Situation der Band allen Leuten erklären, die unser letztes Album als zu ähnlich zu unseren vorherigen Werken betrachten. Es gab zwei Gründe für unsere Wahl. Zum einen ist Northwind Records, das Label, auf dem unsere bisherigen Alben veröffentlicht wurden, ein sehr kleines Label mit einem ernsten Promotion-Problem. Nun, unter Dragonheart Records, können wir unseren Stil einer größeren Hörerschaft verbreiten… warum dann nicht ein Album im reinen THUNDERSTORM-Stil machen? Die zweite Sache ist die, dass ‚Faithless Soul‘ das dritte Album der Band ist, und meiner Meinung nach muss das dritte Album alle Stile der Karriere einer Band vereinen.“ Auch für das vierte Album gibt es bereits Pläne. Vorher möchten die Italiener jedoch verstärkt live in Erscheinung treten, um ‚Faithless Soul‘ zu promoten. „Wir werden Anfang des Sommers beginnen am neuen Album zu arbeiten… jetzt spielen wir erstmal auf der Bühne“, erzählt Fabio. „Die wichtigsten bisher bestätigten Gigs sind das Doom Shall Rise (natürlich!), das Metal Camp in Slowenien und ein gutes Festival hier in Italien, das Tradate Iron Fest. Eine der anderen Bands, die dort spielen werden, sind CANDLEMASS, yeah!“
Es scheint also, dass die Situation für den Doom Metal in Italien momentan gar nicht so übel ist und die Vorherrschaft des melodischen Speed Metal möglicherweise gebrochen ist. Dennoch hat man es als Doom-Band in Italien immer noch nicht einfach. „Es gibt in Italien eine Reihe guter Doom Metal-Bands, aber es ist schwierig eine Band mit einer langen Lebensdauer zu finden. Es ist in Italien nicht einfach einen Deal mit einem Label zu bekommen oder an Auftrittsorte zu kommen. Deshalb existieren die meisten Bands nicht allzu lange“, gibt Fabio zu bedenken. „Dennoch, vielleicht ist Italien tatsächlich nicht mehr die Festung des Power-tralala-Metal… ein Beispiel: nun, im Jahre 2005 AD, spielen die meisten dieser Symphonic-tralala-Pizza-Metal-Bands nicht so häufig wie THUNDERSTORM. Ich rede hier natürlich nur von Italien, nicht über Deutschland, unser ‚Hauptquartier‘, haha… Es ist meiner Meinung nach ein Sieg für den Doom Metal und für den Underground im Allgemeinen.“ (Doomster)

THUNDERSTORM
Discografie:

„Thunderstorm“ Demo (1992)
„Force of evil“ Demo (1994)
„Sad Symphony“ Demo (1999)
„Sad Symphony“ Album (2000)
„Witchunter Tales“ Album (2002)
„Faithless Soul“ Album (2004)

Line-Up:

Fabio Bellan – Guitar/Vocals

Omar Roncalli – Bass

Attilio Coldani – Drums

Homepage:

http://www.thunderstorm-doom.com

Fierce
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