WITCHERY: Symphony For The Devil

Wer WITCHERY bislang nicht mochte, kann gleich weiterklicken, denn mit dem neuen Album führt die "All-Star"-Band das fort, was man von den Vorgängeralben kannte und liebte. Die Jungs um Knochenkerl Ben Wrangle haben zwar mittlerweile einen neuen Schlagzeuger, doch ansonsten bieten sie Altbewährtes.

Wer WITCHERY bislang nicht mochte, kann gleich weiterklicken, denn mit dem neuen Album führt die All-Star-Band das fort, was man von den Vorgängeralben kannte und liebte. Die Jungs um Knochenkerl Ben Wrangle haben zwar mittlerweile einen neuen Schlagzeuger, doch ansonsten bieten sie Altbewährtes: Zwölf im typischen WITCHERY Stil gehaltene Kracher, die aber nicht ganz an die Vorgängeralben heranreichen. Restless And Dead, Witchburner und Dead, Hot and Ready klangen spontaner, während Symphony For The Devil dieses Proberaum-Feeling stellenweise vermissen lässt. Es scheint, als ob die Label- und Drummersuche der Band ein wenig den Wind aus den Segeln genommen hätte.

WITCHERY liefern Riffs, Riffs und nochmal Riffs

Das soll aber schon genug Kritik sein, mittlerweile ist ein Drumer und neuer Vertrag gefunden und ansonsten bieten WITCHERY genau das, was man von der Band erwartet: Riffs, Riffs und nochmal Riffs. Einmal mehr zeigt das Gitarrenduo Jensen und Richard Corpse, dass es eigentlich ganz einfach ist, einen guten Metal Song zu schreiben – man braucht dazu nur ein gutes Gitarrenriff. Bone Mill ist ein Lehrstück für angehende Gitarristen, schnörkellos und genau auf den Punkt gebracht. Unholy Wars oder Enshrined sind Titel, die sofort ins Ohr gehen und einfach Spaß machen, da die WITCHERY Trademarks konsequent umgesetzt werden. Die Mischung aus Thrash und Heavy Metal, ergänzt um wüste Kreischvocals zündet noch immer.

Die Schweden wildern erfolgreich im Metal-Fundus

Unholy Wars oder Enshrined bringen die Stärken der Band auf den Punkt, Eingängigkeit, Härte und Spaß – auf unnötige Neuerungen verzichtet die Band, lediglich die Gitarrenlines sind etwas melodischer geworden und das Songwriting wirkt durchdachter. Dennoch wildern die Schweden noch immer schamlos im Metal-Fundus der letzen zwanzig Jahre und beweisen allen Nörglern, dass man auch in einer klassischen Besetzung, ohne Keyboards, weiblichen Gesang oder überkomplexen Songstrukturen Musik schreiben kann, die nicht nur Achtziger-Jahre-Puristen gefällt.

WITCHERY schaffen eine ganz besondere Atmosphäre

WITCHERY ist keine Retroband, sondern erschafft eine ganz besondere Atmosphäre zwischen Nostalgie, Härte, Aggression, Spaß und Grusel. So ganz ohne direkte Verweise ist aber auch Symphony For The Devil nicht: Hearse Of The Pharaohs ist nicht nur im Songtitel eine Anspielung auf MERCYFUL FATEs Curse Of The Pharaohs: Hank Shermann steuerte ein Gitarrensolo bei und das Instrumental erinnert an der einen oder anderen Stelle durchaus an das Original.

Wer die Band mag, wird von Symphony fot the Devil sicher nicht enttäuscht sein.

Tracklist:

The Storm
Unholy Wars
Inquisition
Omens
Bone Mill
Enshrined
None Buried Deeper..
Wicked
Call For By Death
The One Within
Hearse Of The Pharaohs
Shallow Grave

Spielzeit: 46:51

Besetzung:
Toxine – Vocals
Richard Corpse – Gitarre
Sharlee D`Angelo – Bass
Jensen – Gitarre
Martin Axe – Schlagzeug

Label: Music For Nations

VÖ: 24. September 2001

Hompage: http://www.witchery.org