WARBRINGER: Worlds Torn Asunder

WARBRINGER werden tatsächlich immer besser und liefern mit "Worlds Torn Asunder" ihr bisheriges Highlight ab. Diese Band wird das Abebben der Retro Thrash-Welle definitiv überstehen.

Die werden ja wirklich von Album zu Album besser. Dabei haben WARBRINGER an ihrer musikalischen Marschrichtung kein bisschen was geändert. Noch immer spielen die Kalifornier Thrash Metal der alten Schule, der allerdings nicht künstlich auf retro getrimmt ist. EXODUS sind beim Riffing immer noch vorne und hinten als Einfluss raus zu hören. Auf dem dritten Album haben die Jungs neben dem dritten Drummer auch den dritten Produzenten. Diesmal saß Steve Evetts an den Knöpfen. Dieser hat vorher bereits mit Bands wie SEPULTURA, SYMPHONY X oder DILLINGER ESCAPE PLAN gearbeitet und WARBRINGER ihren bisher besten Sound verpasst. Der Bass ist sehr gut hörber, das Drumming klingt besser als auf dem Vorgänger Waking Into Nightmares und die Gitarren braten ebenfalls ordentlich. Eine deutliche Entwicklung hat auch Frontsau John Kevill durchgemacht, den ich auf den bisherigen Alben mit seinem hyperagressiven Geschrei nach einer Weile etwas anstrengend fand. Aber keine Angst, der Kerl klingt immer noch ziemlich angepisst.

Was die Songs angeht, bieten WARBRINGER dass, was man von der Band gewohnt ist. Living Weapon haut einem zum Start gleich mal mit Vollgas die Fresse ein. Das gerade mal zweieinhalbminütige Treacherous Tongue ist einerseits der schnellste und vielleicht aggressivste Songs des Albums, überrascht andererseits am Ende mit einer unerwartet melodischen Gitarrenharmonie. Der mittlere Gitarrenpart von Future Ages Gone oder der Anfang von akustische Beginn von Echoes From The Void geben zwischendurch mal ein paar Sekunden zum durchatmen. Selbiges gilt für das atmosphärische Instrumental Behind The Veils Of Night bei dem ein Piano und Akustik-Gitarren zum Einsatz kommen. So schaffen es WARBRINGER Worlds Torn Asunder über die gesamte Distanz spannend zu halten. Die Thrash-Massaker wirken nie ermüdende oder monoton. In Sachen Songwriting sind die Jungs definitiv weit vorne und liefern mit ihrem dritten Album ihr bisheriges Highlight ab.

Veröffentlichungstermin: 23.09.2011

Spielzeit: 41:29 Min.

Line-Up:
John Kevill – vocals
John Laux – guitar
Adam Carroll – guitar
Andy Laux – bass
Carlos Cruz – drums

Produziert von Steve Evetts

Label: Century Media

Mehr im Netz: http://www.myspace.com/warbringer

Tracklist:
01. Living Weapon
02. Shattered Like Glass
03. Wake Up… Destroy
04. Future Ages Gone
05. Savagery
06. Treacherous Tongue
07. Echoes From The Void
08. Enemies Of The State
09. Behind The Veils Of Night
10. Demonic Ecstasy