VORNA: Ei valo minua seuraa

VORNA: Ei valo minua seuraa

Es gibt Alben, die klingen von vorne bis hinten irgendwie gleich… Bei VORNAs zweitem Album, Ei valo minua seuraa – zu Deutsch etwa Kein Licht folgt mir -, beschleicht mich etwa wieder so ein Gefühl. Dabei machen die Finnen keineswegs einen schlechten Job. Ausgewogene und gut strukturierte Kompositionen, die jeweils mit unterschiedlichen Parts ausgestattet sind. Gefällige Melodien, die anhand von Lead-Gitarren, dem Keyboard und symphonischen Elementen in die Songs getragen werden, und ein trollig (Sieluni varjossa), aber auch abwechslungsreich keifender Sänger, der sich immer wieder choralem Gesang (Hiljaiset rauniot) und seltener Clean-Gesang (Itsetön) gegenüber sieht.

Das klingt ja wirklich nicht schlecht – in der Beschreibung wie auch in der Musik, die zudem gut produziert wurde. Und bei gewissen Tracks glimmt ein wenig der Funke, um überzuspringen. Wenn etwa in Jälkemme kurzzeitig das Tempo via Blast Beats angezogen, aber nicht gehalten wird. Und es ist gerade das ansonsten gleichbleibende und fürs Genre allzu schleppende Tempo, das dem Album zu Schaffen macht. Zumindest ich erlebe darin eine gewisse Langeweile, die ich so in einem Dark Folk / Pagan Metal-Release nicht vermuten würde.

Auch wenn die Grundzutaten passen und auch die Finnen an sich das Ganze gut zusammenrühren, doch beim Würzen haben sie irgendein Kraut übersehen, das den Kessel zum Kochen bringen hätte können.

Veröffentlichungstermin: 04.12.2015

Spielzeit: 45:00 Min.

Line-Up:
Vesa Salovaara – Gesang
Arttu Järvisalo – Gitarre
Henri Lammintausta – Gitarre
Niilo Könönen – Bass
Saku Myyryläinen – Keyboards
Mikael Vanninen – Schlagzeug

Produziert von Tuomas Kokko &Jaakko Viitalähde
Label: Inverse Records

Homepage: http://www.vorna.fi

Mehr im Netz: http://www.facebook.com/pages/Vorna/162014820526375

Tracklist:
1. Harmaudesta (Away from Grey)
2. Jälkemme (Heritage)
3. Itsetön (Soul Shriven)
4. Sieluni varjossa (In the Nightside of Self)
5. Vaipunut (Of Life Descended)
6. Yksin (Alone)
7. Hiljaiset rauniot (Silent Ruins)

Christian Wögerbauer
Christian ist seit 2005 unser Vertreter der Österreicher Metalszene, rezensiert gern im Bereich Symphonic Metal, Doom, Melodic Death und auffallend gern Bands mit Sängerin. Genres: Symphonic Metal, Gothic Metal, Melodic Death Metal, Doom.