VENOMOUS CONCEPT: Poisoned Apple

VENOMOUS CONCEPT: Poisoned Apple

Heilige Scheiße, diese Konstellation war so was von überfällig. NAPALM DEATH meets BRUTAL TRUTH? Logischer geht es kaum. Auf Krachwerk Nummer zwei der britisch-amerikanischen Völkerverständigung fehlt zwar im Vergleich zum Debüt Retroactive Abortion leider Buzz Osbourne der MELVINS, dafür ist Danny Lilker ins Boot gehüpft und lässt auch dieses, mit einem wunderbar schrägen Cover ausgestattete Album zu einem großen, freundlichen und gewalttätigen Spaß werden.

VENOMOUS CONCEPT ballern jedoch nicht drauf los, wie in der alten Schule des Grind üblich, sondern spielen viel mehr metallischen Hardcore-Punk, aber auch sehr altmodisch. Shane Embury liefert geile Riffs, Danny Herrera das passende Drumming. Fett, brutal, gnadenlos, mit einem dicken Augenzwinkern versehen. Hier steht der Spaß an der Musik im Vordergrund, soviel ist sicher. Ansonsten würden die Protagonisten auch nicht motivierter klingen, als man es in den letzten Jahren von ihnen gehört hat. Allen voran Kevin Sharp, dessen Stimme in den Jahren nach Sounds of the Animal Kingdom auf keinen Fall abgebaut hat, im Gegenteil. Der ergraute Cowboy liefert eine absolut beeindruckende Leistung ab.

Mit Songs wie Drop Dead, Water Cooler, A Case of Mondays und Hero haben sich auch echte Hits auf dem kurzen Album versammelt. Dennoch können auch VENOMOUS CONCEPT nicht gänzlich ohne Grind-Einlagen auskommen. In Songs wie Stupid, Every Mothers Son und Screwball gibt es ordentliche Blast Beats, die dem Hörer den Sack rasieren. Was allerdings an Poisoned Apple fehlt, sind ein, zwei langsamere, groovige Nummern im Stil von Half Full mehr, damit das Album auch mehrmals am Stück gehört werden kann, ohne dass Ermüdungserscheinungen seitens des Hörers auftreten.

Perfekt ist Poisoned Apple also nicht, VENOMOUS CONCEPT haben allerdings einen wirklich energiegeladenen, wilden und brutalen Bastard erschaffen, der zwischendurch immer wieder Spaß macht und die Erwartungen auf die kommenden Alben von NAPALM DEATH und BRUTAL TRUTH enorm hochschraubt. Alles in allem also eine wirklich gute, kurzweilige und schön derbe Angelegenheit. Aber seid ehrlich – habt ihr wirklich etwas anderes erwartet?

Veröffentlichungstermin: 25. April 2008

Spielzeit: 33:59 Min.

Line-Up:
Kevin Sharp – Vocals
Shane Embury – Guitar
Danny Lilker – Bass
Danny Herrera – Drums

Label: Century Media Records

Homepage: http://www.myspace.com/venomousconcept

Tracklist:
1. Drop Dead
2. Stupid
3. Life
4. Water Cooler
5. Punk Rock Idol
6. Artist Friendly
7. A Case of Mondays
8. Every Mothers Son
9. Workers of the World
10. Half Full
11. Check Out
12. White Devil
13. Hero
14. Three
15. Screwball
16. Chaos
17. Think