TROUBLE: Live In Los Angeles

Eric Wagners coole Stimme hin oder her – wenn Kory Clarke den Herren TROUBLE gut tut und die Band mit neuer Energie nach vorn schaut, dann soll es so sein.

Eine große Sache machen TROUBLE nicht aus dem neuen Live-Album. Die Hippie-Doomer wollen ihren neuen Sänger Kory Clarke (WARRIOR SOUL, MOB RESEARCH) vorstellen. TROUBLE ohne Eric Wagner am Mikro kann man sich als Fan schwer vorstellen, die Band stellt mit Live In Los Angeles jedoch klar, dass dies die Zukunft für TROUBLE ist.

So hat man es relativ leicht, musikalisch bietet die Band mit Hauptsitz Chicago ihr gewohntes Best Of-Programm, spielt wie üblich arschtight und es groovt schwerfällig, dass es eine wahre Freude ist. Man hört eine dicke Portion Spielfreude heraus, welche bei den letzten Shows nicht so deutlich zu erkennen war. Der vom ewigen Sidekick und Live-Mischer Larry Burns eingefangene Sound kommt echt und mit spürbarerem Livesound, wie man ihn von den TROUBLE-Shows kennt. Natürlich hat man, wenn man die Band seit allererster Stunde begleitet, seine Probleme mit den fremden Vocals. Kory Clarke hat eine raue, kratzige Stimme, welche die Hippie-Vibes von Eric Wagner nicht ganz rüberbringt. Clarke singt die alten Hits gut, wirklich unpassend ist seine Stimme nicht. Je älter, sprich heavier, die Songs sind, umso besser passt der Gesang. Da TROUBLE ja wieder etwas Richtung ältere, härtere Klänge gehen wollen, macht das Hoffung auf mehr. Und man muss ehrlich sein, je öfter man die Scheibe hört, desto homogener passt die Stimme zum Hippie-Doom der Band. So gut Clarke die alten Songs aber auch rüberbringen mag – wie gut er als neuer TROUBLE-Sänger ist, dass wird er und die Band mit neuen Songs beweisen müssen. Für seinen Einstand und als deutliches Zeichen der Band, dass nun dies hier TROUBLE sind, ist Live In Los Angeles eine gelungene Sache, wenn auch etwas kurz. Als Fan kommt man also nicht am neuen Live-Album vorbei. Eric Wagners coole Stimme hin oder her, wenn Kory Clarke den Herren TROUBLE gut tut und die Band mit neuer Energie nach vorn schaut, dann soll es so sein.

Veröffentlichungstermin: 24.07.2009

Spielzeit: 45:04 Min.

Line-Up:
Kory Clarke – Vocals
Bruce Franklin – Guitars
Rick Wartell – Guitars
Chuck Robinson – Bass
Jeff Olson – Drums

Produziert von Larry Burns
Label: SAOL/H´Art

Homepage: http://www.newtrouble.com

MySpace: http://www.myspace.com/troublechicago

Tracklist:
1. Intro
2. RIP
3. The Sleeper
4. Touch The Sky
5. Plastic Greenhead
6. The Eye
7. Simple Mind Condition
8. Mr. White
9. End Time
10. Trouble Maker
11. End Of My Daze