THE WARRIORS: Beyond The Noise

THE WARRIORS: Beyond The Noise

Meine Damen und Herren, darf ich vorstellen: THE WARRIORS. Sie werden nun sagen, dass weder Name noch Logo besonders einfallsreich sind, nicht wahr? Hören sie erst einmal weiter zu. Ich möchte ihnen, in kurzen, angemessenen Worten dieses Release erklären. Zum zweiten Mal lassen die Jungs aus Tehachapi nun ihre Inspiration über Alveran Records hinaus. Ist der Vorgänger War Is Hell etwa an ihnen vorbeigerauscht? Machen sie sich keine Sorgen. An mir auch! Und wissen sie was? Es tut mir jetzt ein kleines bisschen leid. Warten sie, gehen sie nicht weg, dort hinten! Ich bin noch nicht am entscheidenden Punkt. Sie werden zwar sagen, dass Selling-Points, wie Midtempo-Hardcore mit Elan und Charisma kaum noch Aussagekraft besitzen, aber bitte, nur dieses eine Mal, denken sie zwei Mal, hören sie rein.
THE WARRIORS ziehen kein großes Tempo vom Leder. Wenn man die Breakdowns, Moshparts und Experimente, die andere Bands in ihrer ganzen Karriere verschaffen, zusammennimmt und gut durchschüttelt, dann kommt vielleicht am Ende so etwas wie Beyond The Noise dabei heraus. Riffbetonter, schwerer Hardcore, mit Hip Hop-Kante und riesigem RAGE AGAINST THE MACHINE-Einfluss. Sound, Gesang und Herangehensweise erinnern nicht selten stark an die lange aufgelösten Jungs um Zack de la Rocha und Tom Morello. Und auch die Intensität und, ja, auch die Glaubwürdigkeit klingt teilweise danach. Und, nein, so warten sie doch, lassen sie mich ausreden! Ein Klon sind THE WARRIORS nicht. Die energischen Riffs sitzen meist passgenau im Gehör des Konsumenten und die Vocals sind stets prägnant, direkt und nachvollziehbar – aber trotzdem ausreichend wütend, versteht sich.
Sie mögen die urseltsamen Elektronik-Attacken zwischen manchen Songs nicht mögen, meine Damen und Herren. Das kann ich verstehen, das geht mir genauso. Aber dennoch ist Beyond The Noise ein Augenmerk wert. Wer Auf Hardcore mit starkem Hang zum Crossover steht oder einfach nur RAGE AGAINST THE MACHINE mochte, der sollte diese Scheibe für seinen Warenkorb vormerken.
Schade zwar, dass den Geräuschkulissen-Interludes und den ein, zwei schwächeren Songs verhältnismäßig wenige Kracher gegenüber stehen. Diese sind dafür absolut erhaben, rechtfertigen aber den Kauf eines Full-Length-Albums nur teilweise. Aber, da muss man halt durch, meine Damen und Herren. Ich bedanke mich bei ihnen für ihre Aufmerksamkeit und wünsche ihnen noch viel Spaß, beim Stöbern auf diesen, unseren Seiten.

Veröffentlichungstermin: 23. 06. 2006

Spielzeit: 32:32 Min.

Line-Up:
Danny – Guitar
Marshall – Vocals
Donny – Drums
Mike – Bass
Javier – Guitar

Label: Alveran Records

Homepage: http:www.thewarriorz.com

Tracklist:
01. Dice Game
02. I Won´t
03. Downbeat
04. Interlude
05. Shadows of Birth
06. To Finally Feel
07. Habitual
08. Awakened
09. Interlude
10. Re-vital-eyes
11. Holding Sand
12. And Yet They Say
13. Outro