THE RED CHORD: Fused together in Revolving Doors

"Fused together in Revolving Doors" ist eine Scheibe, die gerade den Hyperaktiven größte Freude bereiten dürfte.

Was für eine Überaschung! THE RED CHORD aus den Staaten sind es, die sich hier präsentieren und die euch so richtig den Schädel wegblasen werden. Irgendwo zwischen CRYPTOPSY, SUFFOCATION, THE DILLINGER ESCAPE PLAN und sogar POISON THE WELL stehen die fünf tapferen Jungs und zeigen, dass im extremen Bereich noch nicht alles schon mal da war. Gut, einige besonders prägnante Riffs hat man schon auf großen Alben gehört, aber was die jungen Musiker aus all dem machen ist wirklich beeindruckend.

Fused together in Revolving Doors ist eine Scheibe, die gerade den Hyperaktiven größte Freude bereiten dürfte, denn so schnelles und vorwärts denkendes Technik-Gefrickel gab es schon lange nicht mehr. Sehr schön, was sich der Bostoner Fünfer alles einfallen ließ: Schleppende Death Metal-Riffs der New Yorker Schule treffen auf die nervenzerfetzenden Lead-Gitarren im Stil von CRYPTOPSY, Hardcore-Geschrei und tiefe Growls hauen ebenso rein, wie die Breaks, die oftmals so schwer verdaulich sind wie eine Flasche Rohrfrei auf Ex. Denn die Herren geben nicht nur Gas, gerade Breed the Cancer ist dank seiner ruhigen Einlagen die ideale Abwechslung zum Rest des Materials und ist nebenbei noch der fieseste Song des Albums. Auch That Special Certain Ugly mit seinen Jazz- und Mathcoreartigen Einlagen fasziniert und Dreaming in Dog Years zeigen die Musiker, was sie wirklich drauf haben. Absolut unbeschreiblich!

SO ein Brett hätte ich nicht erwartet. Fused together in Revolving Doors gehört zu den positivsten Überraschungen des bisherigen Jahres und überzeugt fast auf ganzer Linie. Fast bedeutet, dass dieses Ding auf eine Bruttospielzeit (das dreiminütige Gefiepe am Ende und das zweiminütige Akustik-Intermezzo mal ausgenommen) auf lächerliche 30 Minuten kommt. Ich habe wirklich nichts gegen kurze Alben, aber davon wird man doch nicht satt. Wenn das nächste Mal ein paar Minuten (konkretisiert: 7 Minuten) mehr dabei sind, dann haben die üblichen Meister des organisierten Chaos einen wirklich starken und ebenbürtigen Gegner, denn eigentlich sind THE RED CHORD schon jetzt verdammt groß!

VÖ: bereits erschienen

Spielzeit: 29:46 Min.

Line-Up:
Guy Kozowyk – Vocals

Mike McKenzie – Guitar / Vocals

Kevin Rampelberg – Guitar

Adam Wentworth – Bass

Mike Justian – Drums

Produziert von THE RED CHORD und Andrew Schneider
Label: Reflections Records

Homepage: http://www.theredchord.com

Email: theredchord@hotmail.com

Tracklist:
1. Nihilist

2. That Certain Special Ugly

3. Catalepsy

4. Like a Train Through a Pigeon

5. He Was Stretching and then He Climbed Up There

6. Breed the Cancer

7. L Formation

8. Dreaming in Dog Years

9. Sixteen Bit Fingerprint