Mit ihrer EP und vor allen den beiden Alben “Moonlit Cross” (2019) und “Fatale” haben die Essener THE NIGHT ETERNAL sich schon einen ziemlich guten Ruf erarbeitet. Auch die mitreißenden Live Performances der Band haben Ihren Teil dazu beigetragen. Ich bin ebenfalls seit dem Debütalbum großer Fan der Band. Nun steht also das berühmt-berüchtigte dritte Album an, gleichzeitig ist die Band nach zwei Alben auf Van Records zum Branchenriesen Metal Blade Records gewechselt. Alle Zeichen stehen auf Sturm, richtig? Richtig!
Mehr Goth Rock wagen! THE NIGHT ETERNAL verfeinern ihren Sound auf “Cold Velvet”
Bereits von “Moonlit Cross” zu “Fatale” gab es eine dezente Entwicklung zu etwas mehr eingängigen Goth Rock, was ganz hervorragend zu Ricardos Stimmlage passt. Und was “Where This World Ends”, die erste Single zum “Cold Velvet” bereits angedeutet hat, zeigt sich auf Albumlänge noch deutlicher: Die Band geht den eingeschlagenen Weg weiter, noch mehr Goth Rock, etwas weniger Metal. Hatte “Moonlit Cross” noch seine Ecken und Kanten, seinen rauen Charme, so hat die Band ihren Sound immer weiter verfeinert, die Ecken und Kanten etwas abgeschliffen, selbstverständlich ohne dabei irgendwie nach cheesy Plastikmüll zu klingen.
Natürlich haben THE NIGHT ETERNAL den Heavy Metal auf “Cold Velvet” nicht hinter sich gelassen
“Watcher Of The Burning Veil” und “Shape Of Sorrow” klingen durchaus vertraut und hätten so oder ähnlich auch auf “Fatale”, teilweise auch auf “Moonlit Cross” stehen können. Und auch wenn beides richtig starke Songs sind, so richtig groß sind THE NIGHT ETERNAL auf “Cold Velvet” bei Goth Rock Hits wie “Where This World Ends”, “Eurydice (Don’t Look Back)” oder dem ruhigeren “Caught In A Spell”, welches die Band völlig zurecht als perfekten Soundtrack für lange Autofahrten bei Nacht beschreibt. Etwas flotter aber von der Stimmung recht ähnlich kommt die dritte Single “The Veins Of Time”, die sich nach diversen Durchläufen zu einem meiner Lieblingssong auf “Cold Velvet” entwickelt hat, diese verhalten Gitarren, Ricardos sanfter, melancholischer Gesang… Wahnsinn, ey! Da kriege ich wirklich Gänsehaut!
THE NIGHT ETERNAL klingen auf “Cold Velvet” etwas glatter und reifer und liefern ihr bisher bestes Album ab
Wenn man der Entwicklung der Band bisher gefolgt ist, sollte “Cold Velvet” eigentlich niemanden vor den Kopf stoßen, der Band aber hoffentlich ein größeres Publikum erschließen. Immerhin hat am Samstag auf dem NORD OPEN AIR ein Bekannter “Cold Velvet” bereits als das erste gute Album der Band bezeichnet. Für so eine Bemerkung gehört er natürlich mit einer nassen Socke verprügelt, denn auch “Moonlit Cross” und “Fatale” waren bereits ganz hervorragende Alben. Aber ja, THE NIGHT ETERNAL haben hier nochmal einen Schritt gemacht, klingen insgesamt reifer und ja, auch etwas glatter. Alles in allem bin ich ziemlich begeistert von “Cold Velvet”und halte das dritte Album der Band nach diversen Durchläufen für ihr bisher bestes. Hoffentlich geht die Band mit diesem großartigen Album und einem starken Label im Rücken jetzt so richtig durch die Decke! Ihr habt es in der Hand, Leute!
Veröffentlichungsdatum: 21.08.2026
Spielzeit: 41:12
Line-Up:
Ricardo Baum – vocals
Robert Richter – guitar
Henry Käseberg – guitar
Aleister Präkelt – drums
Marco Jusliner – session bass
Label: Metal Blade Records
Bandhomepage: https://thenighteternal.com
Bandcamp: https://thenighteternal.bandcamp.com
Instagram: https://www.instagram.com/thenighteternal_official
Facebook: https://www.facebook.com/thenighteternal
THE NIGHT ETERNAL „Cold Velvet“ Tracklist
1. Where This World Ends (Video bei YouTube)
2. Eurydice (Don’t Look Back)
3. Caught In A Spell (Video bei YouTube)
4. When The Last Candle Dies
5. The Veins Of Time (Video bei YouTube)
6. The Watcher Of The Burning Veil
7. Shape Of Sorrow
8. Dance On Crimson Ground