The CRIMSON GHOSTS: Leaving the Tomb

The CRIMSON GHOSTS: Leaving the Tomb

Das Label Fiendforce entwickelt sich immer mehr zu einem Garant für hervorragende Musik. Auch der nächste Release kann das hohe Niveau der bisherigen Veröffentlichungen locker halten. Ausserdem zeigt sich spätestens mit dem hier vorliegenden Debut von THE CRIMSON GHOSTS, dass zum einen das Fortbestehen der dunklen Welt des Horrorpunk gesichert ist, und dass sie in Zukunft von Deutschland aus regiert wird. Nach THE OTHER holen die Fiendforce-Macher nun mit den Gespenstern die größte Konkurrenz in den eigenen Stall und schicken sie von dort aus ins Rennen. Kein schlechter Plan, das hat mit Peter Krauss und Ted Herold damals auch gut geklappt. (Wer von den beiden Bands möchte denn dann Peter Krauss sein? – hehehe…)

Die Musik der Gespenster ist allerdings etwas anders gelagert als die der Anderen (welch Wortwitz!), weniger Gitarren-Melodien, etwas weniger filigran, mehr Schnelligkeit und eine gehörige Portion mehr Druck. Also in etwa das Songwriting der Earth AD-Phase mit dem Sound der Famous Monsters-Platte der Refenz-Band Nr. 1 MISFITS.

Die Platte startet mit dem obligatorischen Intro, dem aber direkt der erste richtige Kracher Reborn of Trioxine folgt. Extrem fetter Gitarren-Sound, massig, manchmal etwas zu viel Bässe, und göttlicher Gesang. Alles da. Genial. Die Platte hält dieses Niveau durch sämtliche 15 Songs und man kann nur begeistert von den Boxen stehen und versuchen sich nicht zu bewegen, was allerdings kaum gelingen wird. Herrliche Drei-Akkord-Riffs, straightes Arsch-Tret-Drumming und über allem die kraftvolle Stimme von Vlad, die eine Gänsehaut-Melodie nach der anderen raus haut. Man höre nur den Refrain von Sons of the Zodiac. Fantastisch!

Die Band versteht es absolut mitreißende, schnelle Song zu schreiben – man nehme nur King of Skull Island -, die direkt in die für Pogo zuständigen Körperteile gehen und dort hartnäckig verharren, bis sie endlich heraus getanzt werden.

Die bei der Gitarren-Arbeit fehlende Melodie wird durch die hervorragenden Vocals absolut ausgeglichen, so dass dieser vielleicht beim ersten Hören als Schwäche beurteilter Charakterzug der Band letztendlich ihre größte Stärke darstellt. Absolute Power und Drescherei in der Musik und perfekte Melodie in der Stimme.

Am deutlichsten wird dies bei der obligatorischen Tränenzieher-Halb-Ballade Necrobabe. Ein absolut perfekter Song der Kategorie Slip-Befeuchter!

Also, an alle Fiends und Untoten da draußen: Horropunk lebt mehr denn je!

Eine Hammer-Platte!

Veröffentlichungstermin: 2005

Spielzeit: 42.40 Min.

Line-Up:
Reverend – Drums, Backing Vocals

Vlad – Lead Vocals

The Jackal – Guitars, Backing Vocals

Monstrosity – Bass, Backing Vocals

Label: Fiendforce Records

Homepage: http//:www.crimson-ghosts.de

Tracklist:
1.Leaving the Tomb

2.Reborn of Trioxine

3.When they howl

4.Sons of the Zodiac

5.Regan (is possessed)

6.The King of Skull Island

7.Death from above

8.Until you awake

9.The Dead rise

10.Pre-Mortem Ecstasy

11.Necrobabe

12.Army of the Cenobites

13.At night

14.Hunted

15.Tale of a haunted World