TERMINUS: A Single Point Of Light

TERMINUS haben letztes Jahr im Novembe ihr lang erwartetes zweites Album veröffentlicht und mit diesem ihr starkes Debüt übertroffen.

Mit ihrem Debüt “The Reaper’s Spiral” haben TERMINUS aus Nordirland schon einen guten Eindruck bei mir hinterlassen. Dieses bot epischen Power Metal mit Science Fiction-Texten sowie ordentlich Ecken und Kanten. Nachdem es eine Weile ziemlich ruhig um die Band war, die vor einiger Zeit zudem verkündete, nicht mehr live auftreten zu wollen, haben TERMINUS Anfang November letzten Jahres ihr zweites Album “A Single Point Of Light” veröffentlicht. Auf diesem führen Sie den Sound des Debütalbums fort, sprich es gibt epischen Power Metal amerikanischer Prägung, der zum Teil an OMEN erinnert, aber auch an IRON MAIDEN.

TERMINUS spielen epischen Power Metal der Spitzenklasse

Gleich mit dem Opener “To Ash, To Dust”, welcher auch als erster Vorab-Song veröffentlicht wurde, hauen TERMINUS einen echten Hit raus. Eine flotte, knackige Nummer mit geilen Gitarrenharmonien. Sänger James Beattie zeigt sich hier auch von seiner besten Seite. Sein melodischer Gesang gefällt mir deutlich besser als das aggressive Gebell, welches er ab und zu einstreut. In eine ähnliche Kerbe schlägt “Flesh Falls From Steel”. Der Gesang in den Strophen ist schon richtig packend und kulminiert in einem simplen aber effektiven, aggressiven Refrain am Ende des Songs. “As Through A Child’s Eyes” wiederum ist das melodischste, gleichzeitig vielleicht auch unauffälligste Stück des Albums.

TERMINUS übertreffen mit “A Single Point Of Light” ihr starkes Debüt

Vor allem die Gitarrenarbeit ist auf dem ganzen Album einfach großartig. Das Riffing ist verdammt effektiv und jeder Song trotz nur so vor grandiosen Harmonien. “Mhira, Tell Me The Nature Of Your Existence“ ist geradezu voll davon, was dafür sorgt, dass dieser recht straighte Galopper auch über fast sechs Minuten spannend bleibt und jede Menge zu entdecken bietet. Fast die Hälfte der Spielzeit von “A Single Point Of Light” nehmen allerdings die beiden Longtracks “Harvest” und “Spinning Webs, Catching Dreams” ein. Ersteres ist das simplere der beiden Stücke, ein klassischer Mid Tempo-Stampfer. Nach einem ruhigen, epischen Part in der Mitte des Songs folgt ein längerer Soloteil bevor das ursprüngliche Thema wieder aufgegriffen wird. “Spinning Webs, Catching Dreams” wiederum ist ein episches Monster, voller musikalischer Wendungen und großartigem Aufbau. Beide Songs schaffen es auf ihre jeweilige Weise, den Hörer auf eine Reise mitzunehmen, echtes Storytelling zu betreiben.

“A Single Point Of Light” zählt zu den stärksten Metal-Alben 2019

Falls ihr “A Single Point Of Light” letztes Jahr verpasst habt, solltet ihr diesen Fehler definitiv beheben. Denn trotz starker Konkurrenz zählt das zweite Album der Nordiren für mich zu den stärksten traditionellen Metal-Album, die 2019 erschienen sind. Das bereits wirklich tolle Debüt haben TERMINUS mit dem Nachfolger in allen Belangen getoppt. Mit zwei so starken Alben ist es um so mehr bedauernswert, dass man die Band wohl nicht mehr live erleben wird. Aber solange TERMINUS Alben in der Qualität von “A Single Point Of Light” raushauen, ist das jammern auf hohem Niveau.

Veröffentlichungsdatum: 08.11.2019

Spielzeit: 42:27

Line Up:
James Beattie – vocals
David Gillespie – all instruments

Label: Cruz Del Sur Records

Facebook: https://www.facebook.com/terminusni
Bandcamp: https://terminusni.bandcamp.com/

TERMINUS „A Single Point Of Light“ Tracklist

01. To Ash, To Dust (Audio bei YouTube)
02. Harvest (Audio bei YouTube)
03. As Through A Child´s Eyes
04. Flesh Falls From Steel
05. Mhira, Tell Me The Nature Of Your Existence
06. Cry Havoc
07. Spinning Webs, Catching Dreams