SOUTHFORK: Southfork

Southfork melden sich mit ihrem Debut-Album und diese Rezi ist ohne Drogen geschrieben worden (wollte ich nur geklärt wissen)

Howdy, Fremder! Normalerweise haben wir ja hier selten Fremde auf der Southfork Ranch und wenn wir dann mal Besuch kriegen, passieren meistens seltsame Dinge. So wie jetzt neulich, als wir zwei Bands zu Besuch hatten, die sich HELLACOPTERS und CATHEDRAL nannten, die Stadteier. Waren auf einmal weg, von einem Tag auf den anderen. Gut, der Marshall der vorbei kam, meinte, er wollte sich noch die Hackfleischvorräte im Keller angucken, da mussten wir ihn auch noch…ich meine, da war er auch von einer Minute zur anderen weg und ward nicht wieder gesehen. Komisch, was hier so immer passiert. Muss an der staubtrockenen Luft herrschen, die es hier gibt. Manche sagen ja auch, das würde sich in der Musik unserer kleinen Tanzcombo widerspiegeln. Der Letzte, der das Ganze Southern Rock nannte, war aber auf einmal auch weg, wir spielen doch nur zum Square Dance auf und nicht so gottlosen Kram wie Rock’n’Roll.

SOUTHFORK bitten zum Tanz

Das hat uns auch Reverend STEPPENWOLF bestätigt, als er damals in einer ruhigen Stunde meinte, wir würden uns fast so anhören wie er früher, nur mit mehr Schwung in den Hüften. Das mit den Hüften ist eh so eine Sache, die ich nicht verstehe, denn immer wenn wir in Neu Bromma City zum Square Dance aufspielen, kommen die Farmerstöchter züchtig gekleidet, wie es sich ja auch für anständige Mädchen gehört, um nachher in viel weniger Klamotten zu unserer Musik mitzutanzen, in einem Tanz der gar nicht mehr nach Square Dance aussieht. Aber wenigstens tanzen sie ja mit Engeln, da kann ja nicht viel passieren, auch wenn ich selten Engel gesehen habe, die auf Harleys ankommen und Jack Daniels trinken. Muss wohl eine spezielle Eingreiftruppe Gottes sein, diese Hells Angels.

Die sagen uns auch immer wieder, wie trocken unsere Musik ist und dass wir irgendwie nach Straße schmecken würden. Das kann ich nicht verstehen, wie kann denn Musik nach Straße schmecken? Nach Zitronenlimonade könnte ich ja noch verstehen oder nach den Schenkeln von Norma Sue, aber nach Straße? Auf jeden Fall war jetzt neulich auch ein Mann da, der nannte sich Colonel B. Mark und meinte er würde uns groß rausbringen, da er schon so viele gute Sachen über uns gehört hat. Naja, wir sind dann in ein Plattenstudio gegangen, haben eine Platte aufgenommen und der Colonel meinte, er würde uns in Europa groß rausbringen. Europa, Mann! Da tanzen sie doch Walzer und keinen Square Dance! Aber auf der anderen Seite klang der Colonel, als hätte er Ahnung davon, er meinte er hätte selten eine Band gehört, die die Eigenschaften dreckig, trocken und auch noch räudig in sich vereint. Das hätte auch sein guter Freund Lt. Tak gesagt, aber wer zum heiligen Aquavit soll das denn jetzt wieder sein?

SOUTHFORK sollte man unbedingt antesten

(Anm. d. Fremden: Hätten wir jetzt ein Punktesystem, würde ich einfach eine ziemlich hohe Wertung zücken und fertich wär der Lack, so muss ich aber als kurzes Fazit ziehen, dass SOUTHFORK mit ihrer Mischung aus Southern Doom und Schweinerock ganz weit vorne liegen. Antesten ist angesagt!)

Spielzeit: 48:46 Min.

Line-Up:

Anders Fästader – Bass
Gunnar Lööf – Gesang, Gitarre
Henrik Bergqvist – Gitarre
Sebastian Sippola – Schlagzeug

Label: Black Mark

SOUTHFORK “Southfork” Tracklist

1.) Space Revolution
2.) Stray Dog
3.) Superglue
4.) Walk New Worlds
5.) Everything Must Go
6.) Man Made of Stone
7.) One Way Freeway
8.) Spitfire
9.) Graceland Boogie
10.) Far Beyond