SECRETS OF THE MOON: Antithesis

Zwar ohne Tiefschläge, aber es gilt: Wer hat´s erfunden? Richtig, die Norweger…

Von mattschwarzer Hülle umgeben, edel und hold
Elegant und erhaben, mit Schrift in Gold
liegt sie vor mir, die neue SECRETS OF THE MOON
und verlangt von mir, ihr Recht zu tun.

Ich befreie sie tapfer von dem unsäglichen Wust,
mit dem die Promoleute sie schänden in wilder Lust,
von DARKTHRONE-Verstehern und anderen Vorschusslorbeeren,
die mit Pathos und Kitsch den Black Metal-Geist entehren.

Die Produktion ist authentisch und klug,
nur der Bass kommt nicht zum Zug.
Das haben CATAMENIA um einiges besser hingebracht,
doch Antithesis wurde nicht vom gleichen Produzenten gemacht.

Die Riffs werden endlos repetiert
und mit deutscher Gründlichkeit verzelebriert.
Wo ist die Leidenschaft, wo die Emotion?
Hier regiert die Langeweile und knechtet die Innovation.

Etwas NAGLFAR und simple Akustikpassagen,
dazu Vikingligr Veldi und nicht verzagen.
Keine Höhepunkte sind auszumachen,
keine kreativen Gitarrenlines lassen es mal richtig krachen.

Denn man hat alles schon vorher gehört, und auch viel kesser,
Es sind Now, Diabolical und Volcano, die sind besser.
Und gepflegtes Nachahmen bringt es einfach nicht,
da muss man mit Antithesis hart ins Gericht.

Das Verdikt für Antithesis demnach ist klar,
ein gutes Album, wo Eigenständigkeit nicht am Werke war.
Ergo, oh Leser, gibt Acht
All das haben SATYRICON schon besser gemacht!

Spielzeit: 58:38 Min.

Line-Up:
A.D.: Gitarren
Daevas (Ex-MARTYRIUM): Bass, Vocals
S. Golden (Ex-SAGITTARIUS): Gitarren, Vocals
T. Thelemnar (DEBAUCHERY, KRIEG, Ex-EMBEDDED, Ex-MORBUS): Drums

Produziert von Markus Stock
Label: Prophecy Productions

Homepage: http://secretsofthemoon.org

Tracklist:
1. Nowhere
2. Versus
3. Ordinance
4. Confessions
5. Metamorphoses
6. Ghost
7. Seraphim Is Dead
8. Lucifer Speaks
9. Exit