PERSEFONE: Spiritual Migration

Nächstes Mammut-Werk der Progressive Death Metal-Band aus dem Zwergenstaat.

Mit ihrem vierten Longplayer, Spiritual Migration, bleiben PERSEFONE ihren Grundsätzen treu, indem sie technischen Death Metal mit progressiven und melodischen Elementen verfeinern und somit einen fordernden Abwechslungsreichtum bieten. Neu – insbesondere zum Zweitling Core, der demnächst auch als neu abgemischter Re-Release erscheinen wird – ist der vermehrte Einsatz von Clean-Gesang, der von Keyboarder Moe Espinosa beigesteuert wird. Generell zeigt sich bei der Interpretation der Vocals die größte Veränderung, schließlich setzt Frontmann Marc Martins mehr auf Screams als auf Growls, was für meinen persönlichen Geschmack etwas schade ist. Somit wirken manche Genre-Grenzziehungen – z. B. bei The Great Reality – verwaschen, als dass man punktuell auch Ansätze von Metal- bzw. Deathcore ausmachen könnte.

Doch die musikalische Vielfalt der Band aus dem Zwergenstaat in den Pyrenäen zeichnete PERSEFONE schon seit ihrem Debüt, Truth Inside The Shades (2004), aus. Auf Spiritual Migration gibt es zudem des Öfteren Zugang zu sanften Interludes wie Zazen Meditation und Metta Meditation, die die Scheibe auflockern, und das Instrumental Consciousness (beide Teile), das die lange Spielzeit des Albums (über 70 Minuten) verdaubarer macht. Die auf die meditativen Zwischenstücke oft abrupt folgendenden Gegensätze sind gut gewählt und fordern mit dem ersten Stakkato-Riffing und verspielter Lead-Gitarre (Inner Fullness) gleich die ganze Aufmerksamkeit.

Dass das Sextett aus Andorra einmal mehr seine technischen Fähigkeiten an den Instrumenten unter Beweis stellt, zeigt sich in einer Reihe von Bridges, Soli, Leads und Breaks, die bei nahezu jedem Track in einer nicht oft zu hörenden Häufigkeit anzutreffen sind. Auch verfolgen PERSEFONE erneut ein musikalisch-lyrisches Konzept, als dass auf Spiritual Migration Spiritualität und Meditation angesprochen und vertont werden. Abermals also Daumen hoch für ein einfallsreiches, abwechslungsreiches und herausforderndes Album, in dem es (lange) viel zu entdecken gibt.

Veröffentlichungstermin: 29.03.2013

Spielzeit: 70:40 Min.

Line-Up:
Marc Martins – Gesang
Carlos Lozano – Gitarre
Jordi Gorgues – Gitarre
Moe Espinosa – Keyboards & Gesang
Toni Mestre – Bass
Marc Mas – Schlagzeug

Produziert von Carlos Lozano, Moe Espinosa & Marc Mas
Label: ViciSolum Productions

Homepage: http://www.persefone.com

Mehr im Netz: http://www.facebook.com/persefoneband

Tracklist:
1. Flying Sea Dragons
2. Mind As Universe
3. The Great Reality
4. Zazen Meditation
5. The Majestic of Gaia
6. Consciousness (pt.1), Sitting in silence
7. Consciousness (pt. 2), A Path to Enlightenment
8. Inner Fullness
9. Metta Meditation
10. Upward Explosion
11. Spiritual Migration
12. Returning to the Source
13. Outro