PATH OF GOLCONDA: The Threshold Diaries [Eigenproduktion]

Vergesst, was ihr normalerweise unter einer Eigenproduktion erwartet. POG spielen supergeilen und abwechslungsreichen Death Metal mit Herz und Hirn – für Genre Fans ein absoluter Pflichtkauf!

Keine Ahnung, was das soll! Ich suche und suche und kann den Labelaufdruck auf der aktuellen PATH OF GOLCONDA einfach nicht finden. Tatsächlich und unglaublich – es handelt sich wiederum um eine Eigenpressung! Spätestens mit ihrem formidablen, 2004er Full Length Debüt Destination: Downfall hätten die Oberhausener ein Label finden müssen, dass das aktuelle Album The Threshold Diaries aber nicht vom Fleck verdealt wurde, ist schlichtweg nicht zu fassen – ich hoffe mal schwer, dass das noch was wird!

Zur Musik: PATH OF GOLCONDA sind im Death Metal verwurzelt, haben aber so viel mehr zu bieten, als nur den üblichen Einheitsbrei. Die Songaufbauten sind alles andere als eindimensional, oftmals verschachtelt, werden durch etliche Läufe und (im Death Metal selten genug) sehr gelungene Soli verziert und klingen trotz allem nie überladen oder uneingängig. Die Jungs haben ein sehr gutes Songwriting-Gespür und wissen ganz genau, was ein Stück benötigt, um stets interessant zu bleiben. PATH OF GOLCONDA flechten einprägsame und fast schon zerbrechliche Gitarrenlinien in oberflächlich brutale Parts ein und selbst innerhalb eines einzigen Songs werden spielend verschiedene Stimmungen gewechselt, ohne auch nur im Geringsten den Gesamtfluss zu stören.
Selbst Fans, die eigentlich nichts mit Death Metal anfangen können, aber an cleverer und tiefgehender Musik ihre Freude haben, könnten meiner Meinung nach an Songs wie Catafalque oder Promises In Stone And Fire durchaus Gefallen finden.
Für die Produktion zeichnet sich übrigens wie schon bei Destination: Downfall Andy Classen verantwortlich; ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass The Threshold Diaries daher mehr als ordentlich knallt und doch jedes kleine Detail deutlich hörbar ist.

Was bleibt noch zu sagen? PATH OF GOLCONDA schlagen in ihrem Bereich bestimmt 90% aller Labelbands, aber bei den zugegebenermaßen etwas extremeren PAVOR hat das ja leider auch kaum jemand bemerkt. Labels, schnappt sie euch, bevor es niemand… ähm… jemand anders tut. Interessierte (und davon gibt es hoffentlich viele) checken die Bandpage an und bestellen sich The Threshold Diaries für einen Zehner und Destination: Downfall zum gleichen Preis am besten gleich mit!

Veröffentlichungstermin: 09.06.2006

Spielzeit: 45:55 Min.

Line-Up:
Manuel – vocals
Rüdiger – guitars
Christ – guitars
Daniel – bass
Roman – drums

Produziert von Andy Classen
Label: Eigenproduktion

Homepage: http://www.pathofgolconda.com

Email: band@pathofgolconda.com

Tracklist:
1. Metropolis Rotting
2. Serpent Gate
3. Sunset And The Falling Leaves
4. Catafalque
5. Promises In Fire And Stone
6. Another Hell Unearthed
7. Foul Winds Through Utopia
8. Stabbing Love Into Her
9. Those Pale, Grey Shrouds
10. Between God And Gutter