OUTWORLD: Outworld

OUTWORLD: Outworld

Statt musikalischer Begeisterung bestimmt ein unbestimmter Leidensdruck das Album. In dieser Hinsicht unterscheiden sich OUTWORLD von anderen Progressive Metal-Kapellen. Schlagzeug und Gitarren bilden einen dichten Klangteppich. Darüber spinnen die Synthies ausschweifende Melodielinien. Sowohl die Gitarrenarbeit als auch die Kompositionen wurden hörbar von MALMSTEEN beeinflusst. Passend dazu klingt der ebenso kehlige wie melodische Gesang von Kelly Sundown Carpenter (ex-BEYOND TWILIGHT) verdächtig nach Göran Edman. In regelmäßigen Abständen wird die Musik mit einer Prise DREAM THEATER gewürzt. Stücke wie Warcry wirken auf eine brachiale Weise entrückt. Diese eigenwillige Atmosphäre bekommt jedoch Risse, sobald das Gitarrengefrickel von Bandkopf Rusty Cooley einsetzt.

Die Musik von OUTWORLD lässt sich wohl am besten als SYMPHONY X meets LORDBANE beschreiben. Gefällige Harmonien und gebügelte Ohrwurmteile sucht man vergebens. Stattdessen gibt sich die Band aus Texas für eine Progressive Metal-Band erstaunlich grimmig, ohne dabei ein einziges Mal die Grenze zum Thrash hin auch nur zu berühren. Die spielerischen Fähigkeiten der beteiligten Musiker ist über alle Zweifel erhaben. Gerade Gitarristen bekommen hier (z.B. bei Prelude To Madness) viele Noten für den Preis einer CD. Wer eher auf klassische Heaviness als Eingängigkeit steht, wird dem Album möglicherweise auch etwas abgewinnen können. Bei mir breitet sich allerdings das Gefühl aus, dass hier – wie z.B. auch bei den letzten DREAM THEATER-Scheiben – viel Lärm um Nichts gemacht wird, zumal bei OUTWORLD in dynamischer Hinsicht nahezu keine Abwechslung geboten wird. Die Progressive Metal-Flamme brennt stetig auf mittlerer Hitze, doch die kreativen Funken springen nicht auf die Hörerschaft über.

Veröffentlichungstermin: 25.05.2007

Spielzeit: 57:31 Min.

Line-Up:
Carlos Zema: Gesang
Rusty Cooley: Gitarre
Bobby Williamson: Keyboard
Shawn Kascak: Bass
Matt McKenna: Schlagzeug

Kelly Sundown Carpenter: Gesang auf dem Album
Mikey Lewis: Schlagzeug auf dem Album

Produziert von Gregg Gill
Label: Armageddon / Soulfood

Homepage: http://www.outworldband.com

Tracklist:
1. Raise Hell
2. Riders
3. Warcry
4. Outworld
5. The Never
6. City Of The Dead
7. Prelude To Madness
8. The Grey Tide
9. I Thanatos

Jutze
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