MEPHISTOPHELES: Songs Of The Desolated Ones

Keyboarduntermalten Melodic-Black-Metal der oberen Güteklasse präsentieren Mephistopheles. Geschickt variieren sie Tempo und Spannung in ihren Songs und setzen immer auf die exzellenten Chöre, welche von Blind Guardian eingesungen wurden. Mit diesem Album ist Mephistopheles ein starkes Stück Musik gelungen.

Was für ein Intro ziert diese Scheibe! Schwebende Keyboardklänge vereinen sich mit mächtigen Chören, um Lucifer zu preisen, und schließlich beschließen virtuose Klavieklänge die atmosphärische Einleitung.

“Kurgan Supremacy” läutet hiernach den metallischen Auftakt mit schweren Riffs ein und beschleunigt alsgleich. Keyboarduntermalten Melodic-Black-Metal der oberen Güteklasse präsentieren MEPHISTOPHELES in den nächsten 40 Minuten. Geschickt variieren sie Tempo und Spannung in ihren Songs und setzen immer auf die exzellenten Chöre, welche von BLIND GUARDIAN eingesungen wurden.

Das achtminütige “Twilight Shore” ist ebenfalls kurzweilig arrangiert und lediglich der Schreigesang scheint steigerungsfähig. Doch hat der Sänger mittlerweile die Band verlassen und man hat bereits einen Ersatz gefunden – somit bleibt die Entwicklung abzuwarten.

MEPHISTOPHELES lassen die Variation nicht missen

Blast-Parts werden von epischen Momenten unterbrochen und MEPHISTOPHELES wissen handwerklich zu jedem Zeitpunkt mehr als zu überzeugen.

Verträumte zweistimmige Leads verbunden mit Chorgesang leiten “Opaque Fortress” ein, das sich natürlich auch wieder zu einer Hymne steigert. Furios rast dagegen “Moldavian Fires” auf den Hörer zu, da sich sägende Gitarren, schwebende Keyboards mit rasenden Drums zu einer immer schneller werdenden Lawine vereinen, doch lassen MEPHISTOPHELES auch hier die nötige Variation nicht missen. “Across Oceans Of Time” weiß mit zweistimmigen Leads und den vielfach erwähnten Chören zu begeistern.

“Songs Of The Desolate Ones” ist ein starkes Stück Musik

Den siebenminütigen Schlusspunkt setzt schließlich “Northern Eternity”, bei dem die Band nochmals das Tempo ordentlich anzieht und mit zarten Klaviertönen einen würdigen Ausklang zelebriert.

Erwähnenswert ist natürlich, dass “Songs Of The Desolate Ones” gut produziert wurde und keinen Ausfall beinhaltet. Einzig das Cover wird dem Album in keiner Weise gerecht, da es ebenfalls von Jörg Scheibner (MYSTIC CIRCLE, DUNKELGRAFEN) gezeichnet wurde und in diesem Punkt etwas mehr Eigenständigkeit angebracht wäre.

Mit diesem Album ist MEPHISTOPHELES ein starkes Stück Musik gelungen.

Thomas

MEPHISTOPHELES “Songs Of The Desolate Ones” Tracklist

A Desolating Hymn (Intro)
Kurgan Supremacy
Twilight Shore
Opaque Fortress
Moldavian Fires
Across Oceans Of Time
Northern Eternity

Label : Last Episode