LACUNA COIL: Dark Adrenaline

LACUNA COIL: Dark Adrenaline

Knapp drei Jahre nach ihrem letzten Album Shallow Life melden sich LACUNA COIL mit Dark Adrenaline zurück. Und wenn ich das sechste Album der Band so höre und gleichzeitig Franks Review zum letzten Album lese, dann denke ich mal – ohne Shallow Life gehört zu haben – dass alle denen der Vorgänger gefiel, auch mit Dark Adrenaline bestens zurecht kommen werden. Dark Adrenaline ist ganz klar auf den harten Mainstream ausgerichtet, Fans von EVANESCENCE werden beispielsweise sicher auch LACUNA COIL in ihr Herz schließen, wenn es noch eine Ecke härter sein darf. Man hört auch heraus, dass Produzent Don Gilmore auch schon mit LINKIN PARK gearbeitet hat. Aber auch PARADISE LOST haben hier und da ihre Spuren im Sound der Band hinterlassen. Mit diesem Mix platzieren sich LACUNA COIL im modernen Rock-Sektor und dürften dort mit Sicherheit auch viel Anklang finden. Die Italiener haben deftig groovende, eingängige Songs mit der richtigen Mischung aus Härte und einem gewissen Pop-Appeal am Start.

Das super eingängige Give Me Something More hat großes Hitpotential, genau wie die nette, aber etwas zu glatte Halb-Ballade End Of Time. Das darauf folgende I Don´t Believe in Tomorrow wildert vom Riffing her im New Metal inklusive an einigen Stellen nach KORN klingendem Bass. Dieser Vibe ist auch schon bei “Upside Down” zu vernehmen. Daneben stehen straighte, eingängige Rocker wie der Opener Trip The Darkness oder Kill The Light, die in moderneren Metal-Discos sicher bald die Tanzflächen füllen dürften. So gar nicht geht dagegen das Cover von R.E.M.´s  Loosing My Religion. Zwar ist die durchaus eigenwillige Neuinterpretation von LACUNA COIL deutlich besser als der völlig indiskutable Haufen Scheisse, den GRAVEWORM damals aus diesem großartigen Song gemacht haben, dieses melancholische Meisterwerk funktioniert aber als hipper Tanzflächenfeger mit Wechselgesang und Laut/Leise-Dynamik einfach nicht.

So haben LACUNA COIL mit Dark Adrenaline ein Album am Start, mit dem man in im Mainstream, speziell in den USA sicher punkten wird. Inwiefern sich die alten Fans noch mit diesem Album identifizieren können, kann ich mangels Vergleichsmöglichkeit nicht sagen, Fans moderner, härterer Rock-Musik dürften dieses Album aber sicher in ihr Herz schließen.

Veröffentlichungstermin: 20.01.2012

Spielzeit: 45:11 Min.

Line-Up:
Cristina Scabbia – vocals
Andrea Ferro – vocals
Cristiano Pizza Migliore – guitars
Maus – guitars
Marco Maki Coti Zelati – bass, keyboards
CriZ – drums

Produziert von LACUNA COIL & Don Gilmore
Label: Century Media

Homepage: http://www.lacunacoil.it

Mehr im Netz: http://www.facebook.com/lacunacoil

Tracklist:
01. Trip The Darkness
02. Against You
03. Kill The Light
04. Give Me Something More
05. Upsidedown
06. End Of Time
07. I Don´t Believe in Tomorrow
08. The Army Inside
09. Losing My Religion
10. Fire
11. My Spirit

agony&ecstasy
Seit 2005 bei vampster und hauptsächlich für CD Reviews zuständig. Genres: Power, Speed und Thrash Metal, Epic Metal, Death Metal, Heavy Rock, Doom Metal, Black Metal.