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L.A. EDWARDS: Pie Town

„Pie Town“ wird L.A. EDWARDS garantiert noch mehr Fans bringen und neue Türen öffnen

Ich war definitiv nicht der einzige, bei dem sich L.A. EDWARDS mit ihrem dritten Album „Out Of The Heart Of Darkness“ vor einem Jahr ins Herz gespielt hatten. Wohl nicht bei der „Ich bin zu hart für diese Welt“-Fraktion, aber Freunde gepflegter, handgemachter Rockmusik hat die Band um Mainman Luke Andrew Edwards und seine Brüder Jesse und Harrison begeistert, auch durch ihre Shows bei uns als Support von THE WHITE BUFFALO, RIVAL SONS und zuletzt mit Americana-Legende LUCINDA WILLIAMS. Ein gutes Fundament, um nun „Pie Town“ nachzuschieben. Das hatte eine schwere Geburt, gingen doch die ersten Aufnahmen im heimischen Studio dank eines Festplattencrash ins Nirvana. Letztendlich wurde dann im Road End Studio in Seattle neu aufgenommen.

Ein Festplattencrash hält L.A. EDWARDS nicht auf – „Pie Town“ ist endlich da

Dem Album merkt man die Startschwierigkeiten nicht an. Man fühlt sich wieder direkt bei der Hand genommen und in die Songs gezogen, als wären es altvertraute Freunde. Man wird in „Don’t Know Better“ geschoben und swingt sofort mit. Ebenso bei „Little Sunshine“, das mit einem schönen, ja fast sonnigen Flow aus den Boxen kommt. Wie schon beim Vorgängeralbum geht der Lautstärkeregler viel weiter nach oben als geplant. Und damit auch die Laune. Wieder schaffen es L.A. EDWARDS, sofort eine wohlige Stimmung zu verbreiten, obwohl ihre Texte oft eher nachdenklich sind. Da reiht sich auch das schwebende „El Camino“ ein.

L.A. EDWARDS sind hörbar noch mehr zusammen gewachsen

Die Songs wirken irgendwie größer als auf „Out Of The Heart Of Darkness“. Mag es am volleren, stimmigen Sound liegen oder einfach daran, dass die Band an ihren Touren und sicher auch durch in einem Familienbetrieb kaum vermeidbare Konflikte noch mehr zusammen gewachsen ist. Der ein oder andere Song sticht mehr heraus, das wunderschöne, nachdenkliche „Can You See Me“ berührt, „I Won’t“ rockt erfreulich kratzig mit 70er Classic Rock-Vibes. „Waterfall“ steigert sich nicht überzogen, aber deutlich spürbar.

Ebenso wunderschön „Angel Wait“, ohne Zweifel Starr, der Frau von Luke Andrew gewidmet, welche ihm hörbar gut tut. Und ihre ernährungsbewussten Saucen sicher auch, ob sie L.A. so oft auf Tour begleitet, damit er nicht so viel Fastfood und Backstage-Futter isst? Egal, es wird weiter fröhlich gerockt, beim das Album schließenden „Comin’ Around“ nochmal etwas energischer. Man macht nicht immer alles richtig, aber muss weitergehen und das beste daraus machen. Auch wenn L.A. seine eigenen Geschichten und Gedanken erzählt, man fühlt sich immer mal selber angesprochen. Unvermeidbar, dass mit dem Ausklingen der Finger wieder auf die Playtaste geht.

Es wird deutlich, dass L.A. EDWARDS daran gearbeitet haben, was sie wie musikalisch ausdrücken wollen

Auf „Pie Town“ klingt natürlich weiterhin die Liebe zum Americana und Country durch und zum West Coast Rock. Immer mal wird auch deutlich, dass die Jungs nicht nur im Tourbus sicher gern mal BRUCE SPRINGSTEEN und TOM PETTY hören. Die sind immer mal hörbar präsent, werden aber nicht platt kopiert. Beides Musiker, die sich mit ehrlicher und harter Arbeit an die Spitze gearbeitet haben. Wer weiß, wie weit die Reise für L.A. EDWARDS geht. Nimmt man sich die Songs genauer vor, dann wird deutlich, dass die Jungs konzentrierter daran gearbeitet haben, was sie wie musikalisch ausdrücken wollen.

„Pie Town“ wird L.A. EDWARDS garantiert noch mehr Fans bringen und neue Türen öffnen

„Pie Town“ ist definitiv eine ebenso konzentrierte Reise unter dem Kopfhörer wert. Allein um den vielen verschiedenen Keyboardsounds zuzuhören, die nie zu sehr im Vordergrund sind. Als Gegenpol kriegen auch die Gitarren mehr Raum als noch auf „Out Of The Heart Of Darkness“ und dürfen sich mehr in den Vordergrund drücken. Luke Andrew überzeugt wieder mit seiner unaufdringlichen, wohlklingenden Stimme, auch der Rhythmsection sollte man zuhören. Niemand ist der wirkliche Überflieger, als Team aber sind L.A. EDWARDS ganz groß. Das belegt die Band auch wieder mit „Pie Town“, das ihnen garantiert noch mehr Fans bringen und neue Türen öffnen wird.

Im Juli öffnen L.A. EDWARDS auch wieder die Clubtüren, sie kommen für vier Shows zu uns. Mit dabei ist die Country-Musikerin JADE JACKSON.

L.A.EDWARDS live in Deutschland:

06.07.2024 Frankfurt – Batschkapp Sommergarten verlegt neu: Nachtleben
11.07.2024 Köln – Blue Shell
12.07.2024 Berlin – Badehaus
13.07.2024 Hamburg – Nochtwache

Veröffentlicht am 05.07.2024

Spielzeit: 42:25 Min.

Lineup:
Luke Edwards – Vocals, Guitar, Lap Steel, Mandolin, Synthesizers
Jesse Edwards – Vocals, Guitar, Bass, Piano, Percussion, Synthesizers, Piano
Harrison Edwards – Vocals, Drums, Percussion
Daniel Walker – Keys, Mellotron, Organ, Synthesizers
Hunter Rath – Drum Machines, Samples, Programming, Cello

Label: Bitchin’ Music Group / MARS

Homepage: https://www.laedwards.net

Mehr im Web: https://www.facebook.com/laedwardsmusic

Die Tracklist von “Pie Town”:

1. Don’t Know Better
2. Little Sunshine
3. El Camino
4. Just Forget It
5. Can You See Me
6. I Won’t
7. For You
8. Waterfall
9. Angel Wait
10. Gone 4U (Video bei YouTube)
11. Good Luck (Video bei YouTube)
12. Comin’ Around (Video bei YouTube)

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