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JAG PANZER: Thane to the Throne

JAG PANZER: Thane to the Throne

Eins gleich vorweg: alle JAG PANZER Fans der ersten Stunde sollten die Erwartungen auf dieses Album erstmal nicht zu hoch schrauben, denn die Band ist eindeutig nicht mehr dieselbe, wie zu Ample Destruction-Zeiten. Das Wilde, Ungestüme der Anfangstage ist einem glätteren, zurückhaltenderen und kontrollierterem Sound gewichen. Das hat sich schon auf den letzten beiden Alben bemerkbar gemacht und dieser Weg wurde auf Thane to the Throne konsequent fortgesetzt.

Auf der anderen Seite sollte sich der Hörer von verhaltenen Opener Thane of Cawdor auf keinen Fall in die Irre führen lassen, denn ganz so getragen geht es nicht über das gesamte Album hinweg zu. Als bezeichnend könnte man jedoch den Umstand werten, dass mich bereits der zweite Song King at a Price mehr an TITAN FORCE erinnert, als an die alten JAG PANZER.

Wie bereits angedeutet scheint es Mark Briody und seinen Mannen im Jahr 2000 weniger darum zu gehen, ein möglichst wildes Power-Metal-Album aufzunehmen, stattdessen legt die Band mehr Wert auf ausgefeilte Songstrukturen und Ausdruck, zumal es sich bei Thane to the Throne – wie inzwischen allerorts bekannt sein dürfte – um ein Konzeptalbum um Shakespeares MacBeth handelt. Ganz klar, dass bei solch einem Projekt auch das Songwriting eine andere Entwicklung nimmt.

Besonders das Riffing auf dem neuen JAG PANZER-Werk gehört zu den tragenden Elementen. Hier hat sich Mark Briody wohl mal so richtig ausgetobt, wobei das ganze nicht in eine Richtung läuft, wie es beim unsäglichen Dissident Alliance-Album der Fall war. Vielmehr glaubt man es manchmal schon eher mit einem neuen ICED EARTH-Album zu tun zu haben, Ähnlichkeiten können da beim besten Willen nicht von der Hand gewiesen werden.

Desweiteren zeigen sich JAG PANZER auf Thane to the Throne auffallend experimentierfreudig und so finden auf dem Album neben den von den beiden letzten Alben bereits bekannten Violineinlagen mit The Prophecy auch ein reines Klassikstückchen oder ein spanisch angehauchtes Gitarreninstrumental (The Downward Fall). Fans der alten JAG PANZER Alben werden ihre Schwierigkeiten jedoch wohl eher dann haben, wenn es zu eher untypischen Keyboardeinlagen wie bei Hell to Pay kommt.

Über den Gesang von Harry Conklin gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, denn der befindet sich nach wie vor auf höchstem Niveau. Wobei auch er eindeutig nicht mehr so nach vorne losgeht wie in den alten Zeiten und er Extreme eher meidet.

Thane to the Throne ist auf jeden Fall ein sehr starkes Album geworden, wenngleich mir trotz des durchgängig gebotenen hohen Niveaus ein echter Übersong fehlt. Three Voices of Fate, Fate´s Triumph oder Tragedy of MacBeth hätten es jedoch fast werden können. Den Kult-Underground-Status hat sich die Band mit diesem Album jedoch wohl eher verspielt, da Thane to the Throne für ein breiteres Publikum wie gemacht scheint.

Fierce

Veröffentlichungstermin: 19.06.00

Spielzeit: 64:45 Min.

Line-Up:
Harry Conklin – vocals

Chris Broderick – Guitar, Keyboards

Mark Briody – Guitar, Keyboards

John Tetley – Bass, Backing Vocals

Rikard Stjernquist – Drums

Produziert von Jim Morris
Label: Century Media

Hompage: http://www.jagpanzer.com

Tracklist:
1. Thane of Cawdor

2. King at a Price

3. Bloody Crime

4. The Premonitions

5. Treachery´s Stain

6. Spectres of the Past

7. Banquo´s Final Rest

8. Three Voices of Fate

9. Hell to Pay

10. The Prophecies

11. Insanity´s Mind

12. Requiem for Lady MacBeth

13. Face of Fear

14. Fall of Dunsinane

15. Fate´s Triumph

16. The Downward Fall

17. Tragedy of MacBeth