INHUME: Chaos Dissection Order

Solide, blutige Hausmannskost.

Ich würde an dieser Stelle gerne einfach nur einen Link zum Review des letzten Albums der niederländischen Grinder einfügen, denn Chaos Dissection Order ist so was von kein Schritt in eine andere Richtung – INHUME spielen immer noch brutalen, derben, altmodischen Grindcore mit Death Metal-Einschlag, der Fans von CARCASS und REGURGITATE bestens schmecken wird, genau wie der Vorgänger In for the Kill. Viel Geblaste, hier und da flotte Moshparts, drückende Riffs, fieses Gegurgel und gemeines Gekreische zeichnen die Scheibe aus – daraus entstehen hier und da coole Songs wie Dismal, Hollow und das abschließende Hate/Kill. Manchmal ist das Material auf dem neuesten Streich von INHUME allerdings einfach nicht nachvollziehbar, vor allem wenn das Chaos überhand nimmt.

Und da liegt der Hund begraben: INHUME sind keine Band wie CEPHALIC CARNAGE, bei denen Chaos ein Stilmittel ist und bei denen es auch unvermeidlich und wichtig ist, so zu klingen. Sieht man davon ab, erlebt man eine Adrenalin geschwängerte musikalische Achterbahnfahrt, die zwar wirklich nichts Neues bietet, aber dafür Spaß macht. Zum hemmungslosen Abgehen bestens geeignet, ist dies eine herrlich kompromisslose und brutale Scheibe, die hauptsächlich für die Hardliner des Genres geeignet ist und mit mehr Abwechslung noch besser überzeugen hätte können. Alles in allem, sehr solide und kurzweilig, aber auch nicht mehr.

Veröffentlichungstermin: 27. April 2007

Spielzeit: 30:59 Min.

Line-Up:
Dorus von Ooij – Vocals
Joost Silvrants – Vocals
Ben Janssen – Guitar
Loek Peters – Bass
Roel Sanders – Drums

Label: Osmose Productions

Homepage: http://www.inhume.nl

Tracklist:
1. Superiror Existence
2. Plague Injected
3. Oppressing the Weak
4. Chaos Dissection Order
5. Retaliate
6. Severely Deteriorated Flesh
7. Dismal
8. Abhorrent
9. Grind Culture
10. Hollow
11. Exhume
12. Swift Genocide
13. Illuminati
14. Human Slave Colony
15. Bewildered by Rage
16. Hate/Kill