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FEN: Stone and Sea

FEN: Stone and Sea

Die Engländer FEN sind seit Jahren eine Institution im atmosphärischen Black Metal; allerdings eine, die mir bislang mehr auf Tournee-Plakaten aufgefallen ist (durch ihr ungewöhnliches und schönes Logo) als durch ihre Musik. Da trifft es sich doch gut, dass Eisenwald dieser Tage die Songs einer Split-LP mit SLEEPWALKER von 2016 als hochwertige 180g-MLP “Stone and Sea” neu veröffentlichen, zeitgleich zur Ankündigung, dass zukünftige Alben der Band durch Prophecy Productions verlegt werden – beides bürgt für Qualität und bietet Gelegenheit, die Band neu zu entdecken.

Machen wir’s kurz: “Of Stone And Sea” ist ein knapp zwanzigminütiges Vergnügen für Fans von Melodie und Atmosphäre und bietet sicherlich einen guten Einstieg ins Schaffen dieser Band. Dabei zeigen sich FEN alles andere als konventionell: Für’s Genre eher ungewöhnlich stellen sich die Rock-Einflüsse dar, die zunächst sogar an OPETH denken lassen. Der klare Gesang erweist sich als Stärke und wird in Zukunft hoffentlich auch weiterhin so eine große Rolle spielen.

Eher schwach finde ich nämlich die extremen Vocals, da sie mir schlicht zu aggressiv und zu sehr in den Vordergrund gemischt sind. Generell hätte ich mir für diese Songs eine etwas diffusere Produktion gewünscht – alles ist sehr klar und differenziert, was deutlich zu Lasten der Atmosphäre geht. Auch fehlt es mir an Langzeitwirkung – zwar habe ich “Stone And Sea” immer mal wieder gerne zwischendurch angemacht, auch wegen der Kürze natürlich, aber wirklich intensiv und notwendig erschien es mir nicht; die Songs tun nicht wirklich weh, irgendwas fehlt, so dass das gegebene Versprechen, mich an die rauen Küsten Ostenglands zu versetzen, leider auf halber Strecke enttäuscht wird. So bleibt unterm Strich ein schönes Stück Musik, das trotz der bereits zwölf Jahre alten Bandgeschichte noch durchaus Luft nach oben bietet.

Veröffentlicht am 8.3.2019 auf Eisenwald
FEN auf Bandcamp

FEN – “Stone and Sea” – Tracklist

1. Tides Of Glass
2. Stone & Sea
3. The Last Gravestone

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Andreas ist mit vampster und Metal großgeworden, liebt Wald- und Wiesenmusik und dreckigen Punk und alles, was dazugehört (Whisky, Wanderschuhe und ein kaltes Bier in dunklen Kellern z.B.), und schreibt und singt und kämpft für das Wahre, Gute und Schöne.