FAKE NAMES: Fake Names

FAKE NAMES: Fake Names

Eigentlich bin ich gerade beim Zocken. Eigentlich bin ich schon die letzten zwei Wochen beim Zocken. Boulder Dash, das Spiel meiner Jugend. Durchgezockte Nächte und Träume von kleinen blauen tickenden Käfern, welche mich verfolgen. Hätte er gewusst, was er damit anrichtet, hätte mein Sohn sicherlich nie versucht mich zum Nintendo DS spielen zu animieren. Nun ist es zu spät, ich habe mir Boulder Dash besorgt und er muss halt schauen, ob er sich eine zweite Konsole besorgt. Hiermit könnte dieser Artikel eigentlich schon zu Ende sein und ich könnte weiter zocken, wenn Markus es nicht geschafft hätte, mich zu überreden mir die selbstbetitelte Erstlingsplatte von FAKE NAMES anzuhören. Also Pause beim Zocken und die Platte angehört.

Sind FAKE NAMES eine Punk- und Hardcore-Supergroup?

FAKE NAMES bestehen aus vier nicht ganz unbekannten Persönlichkeiten. Bandleader und Gitarrist ist Brian Baker, welcher schon in zahlreichen Bands aus meiner Jugendzeit tätig war, wie u.A. MINOR THREAT, GOVERNEMT ISSUE, SAMHAIN, DAG NASTY, BAD RELIGION). Auch der Rest der Band hat einige interessante Referenzen wie S.O.A., GIRLS AGAINST BOYS, SOULSIDE oder auch EMBRACE aufzuweisen. Hierbei sticht Dennis Lyxzén als hauptamtlicher Sänger von REFUSED natürlich dann doch noch mal ein wenig stärker hervor. Also quasi eine Punk- und Hardcore-Supergroup? Da kann man dafür auch mal Boulder Dash kurz ruhen lassen.

FAKE NAMES machen eingängigen, geradezu melodiösen Geradeaus-Rock

Gute Musik, jeder einzelne Song, gespickt mit vielen kleinen Gitarren-Melodien und tollen Gesangsharmonien. Eine durch und durch positiv wirkende Platte. Auch Dennis Lyxzén überrascht und überzeugt durch eine der Musik entsprechende tolle rockige Stimmlage, deutlich melodiöser als bei REFUSED. Die Platte selbst bietet 10 Titel bei einer Gesamtspielzeit von 28 Minuten. Einen dieser 10 Songs hervorzuheben fällt echt schwer, da alle sehr gut gelungen sind. Ich bedaure das schlechte Wetter, denn das wäre jetzt tolle Musik zum Cabrio-Fahren, auf der Route 66 der untergehenden Sonne entgegen. Markus, danke Dir für diese Unterbrechung. Doch nun geht es weiter mit meiner eigentlichen Berufung, Boulder Dash 30th Anniversary. Mine, all mine – Level 5 treibt mich noch in den Wahnsinn! Bitte meldet Euch, falls Ihr die Lösung kennt!

VÖ: 08.05.2020

Label: Epitaph Records

FAKE NAMES „Fake Names“ Tracklist

1. All For Sale
2. Driver
3. Being Them
4. Brick (Video bei YouTube)
5. Darkest Days
6. Heavy Feather
7. First Everlasting (Audio bei YouTube)
8. This Is Nothing
9. Weight
10. Lost Cause