EXILED: Blood Sea

Das dritte Album der US Power Metaller und für Fans des Genres einmal mehr eine lohnenswerte Anschaffung.

Das neue EXILED-Album Blood Sea bietet einmal mehr genau den Stoff, den eingefleischte US Power Metaller erwarten. Änderungen zu den beiden Vorgängern gibt es nicht zu vermelden, insofern können deren Anhänger eigentlich absolut nichts falsch machen, für alle anderen hier eine detaillierte Beschreibung:

EXILED klingen traditionell wie es traditioneller eigentlich nicht geht, verbraten aber dennoch keine tausend mal gehörten Klischeesongs, sondern haben auch durchaus eine gewisse verspielte Note, vor allem was die Klampfenarbeit angeht. Komplex klingt hier trotzdem nix, dafür sorgen die sehr eingängigen aber nie kitschigen Gesangslinien von John Cason, der wieder einmal eine sehr gute Figur macht, oft in mittleren Lagen unterwegs ist aber hin und wieder auch mal einen obligatorischen, spitzen Scream losfahren lässt.
Die Produktion klingt zumindest mir etwas zu altbacken und könnte direkt aus den 80ern stammen. Ich bin mir sicher, dass EXILED das aus den allseits bekannten Gründen auch genau so wollten, bin jedoch der Meinung, dass ein etwas knackigerer Sound den Jungs noch besser zu Gesicht stehen würde, zumal so das eine oder andere Kabinettstückchen im Mix etwas untergeht.

Die einzelnen Stücke bieten genügend Abwechslung um über die gut 45 Minuten bestens zu unterhalten und auch wenn nicht alle Tracks so zünden wie der Opener Fire Across The Land, das sehr interessant strukturierte Circle Of Violence oder das flotte, mit coolen Maiden-Leads versehene The Kingdom Has Fallen, gehören EXILED so oder so zur Oberliga ihrer leider aussterbenden Zunft. Die wirklich sehr variable Gitarrenarbeit von Erol Emkic kitzelt auch aus den etwas schwächeren Stücken noch das gewisse Etwas raus und grenzt EXILED dadurch deutlich von der Stumpfmetal-Fraktion ab, außerdem wird geschickt zwischen fast schon doomigen und Uptempo-Parts variiert und für überraschende Wendungen ist auch gesorgt, siehe z.B. die Grunzparts in They Spoke To Us. Von den bisher erschienenen Alben gefällt mir persönlich Blood Sea am besten und abgesehen vom etwas einfallslosen Cover und den kleinen soundlichen Abstrichen gibt es eigentlich nichts, was mich daran stört. Ergo: Die ebenso aussterbende Rasse der US Metaller weiß was zu tun ist!

Veröffentlichungstermin: 2007

Spielzeit: 46:26 Min.

Line-Up:
John Cason – vocals
Erol Emkic – guitars
Rob Erwin – bass
Mike Alexander – drums
Label: Hellion Records

Homepage: http://www.myspace.com/exiledkills

Tracklist:
01. Fire Across The Land
02. Fools Gold
03. Circle Of Violence
04. The Kingdom Has Fallen
05. The Medieval Chant
06. Blood Sea
07. United In Bloodshed
08. They Spoke To Us
09. The World Stood Still (Srebrenica)