EMPEROR: IX Equilibrium

EMPEROR: IX Equilibrium

Fulminant! Laut! Schnell!
Das sind die ersten drei Attribute, die ich der neuen Emperor-Platte attestieren möchte. Fulminant: Grossartige Arrangements, tolle Riffs. Laut: Emperor-Typisch hört man in der Hitze des Gefechts nur noch Chaos. Schnell: Wie auf „Anthems to the welking at Dusk“ haben Emperor mit diesem Werk wieder einmal einen Geschwindigkeitsrekord hingelegt. Nur ist das Material im Gegensatz zu den älteren Werken Emperors und zu den meisten Black Metal Bands Norwegens und Schwedens mehrheitlich präzise gespielt.

Hinzu kommt hingegen ein Attribut, das nur die neue Scheibe besitzt, das die alten Emperor nicht haben wollten: Schön.
Emperor haben sich dieses mal nicht auf die totale Hässlichkeit des Black Metal beschränkt, sondern es gibt auch ein paar Klangfetzen zu hören, die nicht Norwegisch im Sinne des „Anthems to the welking at dusk“-Album klingen. So zum Beispiel der 3. Song, „An Elegy of Icarus“. Dieser Song enthält zusätzlich zu der Emperor-typischen kaputten Ästhetik eine, die man noch nie zuvor bei dieser Band gehört hat. Unbedingt reinhören!

Die zweite Neuerung im Hause Emperor sind True-Metal-mässige Quickser der Hauptstimme, Ihsahn. Keine Ahnung, ob das im Black Metal-Sinne noch „true“ ist, aber es klingt auf jeden Fall grossartig.

Kurzum: IX Equilibrium ist, nicht zuletzt auch dank des etwas klareren Songwritings, die beste Emperor-Scheibe bisher und ein klarer Pflichtkauf für alle dunklen Seelen.

al

Line-Up:

  • Ihsahn – Vocals, Lead-Guitar, Synth & Bass
  • Samoth – Rhythm-Guitar
  • Trym – Drums & Percussion

Tracks:
1. Curse you all Men!
2. Decrystallizing Reason
3. An Elegy of Icarus
4. The Source of Icon E
5. Sworn
6. Nonus Aequilibrium
7. The warriors of modern death
8. Of Blindness & subsequent Seers

Homepage: http://www.emperorhorde.com