DEATHLESS LEGACY: Saturnalia [EP]

Die Gothic Metal-Band DEATHLESS LEGACY erfindet sich mit ihrer EP “Saturnalia” zwar nicht neu, befreit sich aber vom drohenden Stillstand.

Bei DEATHLESS LEGACY hat sich seit Jahren irgendwie ein gewisser Stillstand manifestiert. Die Italiener brachten ein Album nach dem anderen heraus, welche sich in Stilistik und Aussage kaum voneinander unterschieden. Auch vom jeweiligen Cover-Artwork konnte man sich nie ganz sicher sein, welches Album man nun tatsächlich hörte.

Mit “Saturnalia” soll sich dies nun ändern. Okay, das Cover-Artwork wirkt zwar nach wie vor sehr ähnlich zu denjenigen der vorherigen Alben, doch brachte Drummer Frater Orion (aka Andrea Falaschi (MOTUS TENEBRAE)) nun etwas mehr Farbe ins Spiel.

“Saturnalia” versteht sich als Metal-Musical

Größer ist der Unterschied in Sachen Aussage und Stilistik, als dass sich “Saturnalia” als Metal-Musical erweist, hinter dem das Konzept von Verschwörungen und Morden im antiken Rom steht. Diesem Ausbruch vom Gewohnten nicht genug, wählten DEATHLESS LEGACY auch noch das Format der EP für “Saturnalia”, das sich mit einem einzigen Song über 25 Minuten erstreckt.

DEATHLESS LEGACY mit gewohnter Theatralik

Musikalisch sind DEATHLESS LEGACY auf “Saturnalia” am ehesten im Gothic Metal zu verorten: Und mit ihrer inzwischen gewohnten Theatralik macht der konzeptionelle Musical-Touch durchaus Sinn. Hinzu kommen ganz gut gelungene symphonische Passagen sowie dramatische Parts wie etwa nach acht Minuten. Ebenso ist binnen der 24 Minuten auch eine gewisse Dynamik zu vernehmen.

Mit “Saturnalia” entkommen DEATHLESS LEGACY dem drohenden Stillstand

Etwas vermisst werden dagegen die längeren verspielten Keyboard-Passagen von Alessio Lucatti (VISION DIVINE). Dennoch empfindent man “Saturnalia” als willkommene Abwechslung, wenn man die vorherigen Alben von DEATHLESS LEGACY auf dem Prüfstand hatte bzw. bei jüngsten Album (“Dance with Devils”) schon gar nicht mehr wusste, was man noch zusätzlich schreiben könnte, ohne allzu viele Wortwiederholungen zu begehen. Somit eine versöhnliche, wenn auch nicht bahnbrechende Weiterentwicklung.

Veröffentlichungstermin: 13.03.2020

Spielzeit: 24:16 Min.

Line-Up:
C-AG1318 (Michael Cavallini) – Bass & Gesang
Frater Orion (Andrea Falaschi) – Schlagzeug
Steva La Cinghiala (Eleonora Steva Vaiana) – Gesang
El Calàver (Gianni Capecchi) – Gitarre
Pater Blaurot (Alessio Lucatti) – Keyboards

Label: Scarlet Records

Homepage: http://www.deathlesslegacy.it

Mehr im Netz: http://www.facebook.com/Deathlessmetal

DEATHLESS LEGACY “Saturnalia” Tracklist

1. Saturnalia